Caroline Auguste Fischer
Caroline Auguste Fischer, geb. Venturini, (9. August 1764 in Braunschweig; ? unbekanntHorst-Rüdiger Jarck, Günter Scheel (Hrsg.): Braunschweigisches Biographisches Lexikon. 19. und 20. Jahrhundert, S. 178 bzw. 1822 in WürzburgGarzmann, Schuegraf, Pingel: Braunschweiger Stadtlexikon ? Ergänzungsband, S. 45 oder 1842 in Frankfurt am Main)[http://www.goethezeitportal.de/fileadmin/PDF/db/wiss/fischer/hilmes_namenlos.pdf Carola Hilmes: Namenlos. Über die Verfasserin von ?Gustavs Verirrungen? (1801), S. 6] war eine deutsche Schriftstellerin und Frauenrechtlerin.Leben und Werk
Caroline Auguste Venturinis Familie war väterlicherseits wahrscheinlich italienischer Herkunft. Vater Karl Venturini (1735-1801), war Kammermusiker am herzoglichen Hofe in Braunschweig, ihr Bruder Karl Heinrich Georg Venturini war ein bekannter Theologe und Schriftstellerin des frühen 19. Jahrhunderts.
In erster Ehe war sie ab 1793 mit dem Dänen Christoph Johann Rudolph Christiani (1761-1841) verheiratet, mit dem sie einen Sohn hatte. Christiani war Hofpfarrer in Kopenhagen und leitete dort eine Knabenschule, an der ihr Bruder Karl einige Jahre unterrichtete.
Im Jahre 1801 wurde sie von Christiani schuldig geschieden und musste deshalb ihren Sohn bei seinem Vater lassen. Caroline Auguste Christiani, auch Caroline Auguste Ferdinande Christiani genannt, ging daraufhin nach Dresden. Im selben Jahr begann sie zu schreiben. Zu dieser Zeit lebte sie bereits mit dem Schriftsteller Christian August Fischer (1771-1829) zusammen, mit dem sie ebenfalls ? noch unverheiratet ? einen Sohn hatte. Die zweite Ehe, geschlossen 1808, wurde bereits nach nur sieben Monaten Dauer 1809 ebenfalls geschieden.
Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten, arbeitete Caroline Auguste Fischer u. a. als Schriftstellerin, angeblich auch als Leiterin eines Erziehungsheims in Heidelberg und als Leihbuchhändlerin in Frankfurt am Main, wo sie 1842 vollkommen verarmt verstorben sein soll (zuverlässige Informationen über ihre letzten Lebensjahre und -stationen liegen jedoch nicht vor).
In ihrem, wohl auch autobiographisch beeinflussten, Werk stellt sie das Spannungsverhältnis zwischen den Geschlechtern dar, wobei sie traditionellen weiblichen Rollenbildern neue, alternative Lebensentwürfe gegenüberstellt, die zumeist der Idealvorstellung der Frau im frühen 19. Jahrhundert vollkommen entgegenstehen.
Werke (Auswahl)
* 1801: Gustavs Verirrungen
* 1801: Vierzehn Tage in Paris
* 1802: Die Honigmonathe
* 1808: Der Günstling
* 1812: Margarethe
* 1817: William der Neger
Literatur
* Garzmann, Schuegraf, Pingel: Braunschweiger Stadtlexikon ? Ergänzungsband, Braunschweig 1996
* Horst-Rüdiger Jarck, Günter Scheel (Hrsg.): Braunschweigisches Biographisches Lexikon. 19. und 20. Jahrhundert, Hannover 1996
* Clementine Kügler: Caroline Auguste Fischer (1764?1842). Eine Werkbiographie, Dissertation der FU Berlin 1989
Einzelnachweise
Weblinks
*
• Carola Hilmes: Namenlos. Über die Verfasserin von ?Gustavs Verirrungen?

