Carolina Hurricanes
Die Carolina Hurricanes sind eine Eishockeymannschaft in der nordamerikanischen Profiliga NHL. Gegründet wurden die Carolina Hurricanes 1971 unter dem Namen New England Whalers und waren von 1972 bis 1979 Mitglied der World Hockey Association (WHA). Im Jahre 1979 wechselte das Team in die NHL und nahm den Namen Hartford Whalers an. Im Jahr 1997 zog das Team nach Raleigh (North Carolina), USA um und wurde in Carolina Hurricanes umbenannt.
Die Spiele werden im RBC Center (früher Raleigh Entertainment and Sports Arena), das eine Kapazität von 18.176 Zuschauer hat, ausgetragen.
Franchise-Identitäten
* 1972 bis 1979: New England Whalers
* 1979 bis 1997: Hartford Whalers
* seit 1997: Carolina Hurricanes
Geschichte
Das Team wurde unter dem Namen New England Whalers 1971 gegründet, als die WHA (World Hockey Association) bekannt gab, dass in Boston ein Franchise eröffnet werden soll. Die Liga startete 1972 in ihre erste Saison und die Whalers konnten gleich die erste Meisterschaft für sich entscheiden.
1974 zog das Team nach Springfield um und wechselte seinen Heimatort erneut 1975 und zog nach Hartford, Connecticut.
1979 löste sich die WHA auf und die New England Whalers traten der NHL bei. Da es im New England-Territorium mit den Boston Bruins noch ein weiteres Team gab, benannte man sich in Hartford Whalers um. Trotz allem konnten die Whalers nicht an ihre Leistungen der WHA anknüpfen.
Die Jahre in Greensboro
Im März 1997 verkündete der Besitzer des Teams, Peter Karmanos, dass man sich dazu entschieden hat, Hartford zu verlassen. Im Juli wurde dann bekannt, dass das Team nach North Carolina gehen würde. Verbunden mit dem kurzfristigen Umzug war eine Änderung des Namens in Carolina Hurricanes und der Mannschaftsfarben verbunden. Ab sofort sollten die Spiele im neuen Raleigh Entertainment and Sports Arena in Raleigh ausgetragen werden. Doch die Arena war noch nicht fertiggestellt und so musste man die ersten beiden Jahre im Greensboro Coliseum in Greensboro verbringen. Doch das Ganze warf Probleme auf, denn Raleigh, die eigentliche Heimatstadt der Hurricanes, ist etwa 90 Minuten von Greensboro entfernt. Hinzu kam noch, dass beide Städte unterschiedlichen Regionen angehören. Und da es mit den Carolina Monarchs auch ein Eishockeyteam der AHL in Greensboro gab, weigerten sich die Bewohner zu den Hurricanes zu gehen. Die Folge war, dass man vor weniger als 10.000 Zuschauern spielte ( der Oberrang wurde mit einem Vorhang abgetrennt ) und man somit finanzielle Verluste machte.
In der Saison_1998/99 konnte man mittlerweile etwa 12.000 Zuschauer pro Spiel angelockt werden, doch man blieb weiter deutlich unter dem Ligadurchschnitt. Sportlich lief es dagegen besser und das Team konnte dank des zurückgekehrten langjährigen Whalers-Kapitän Ron Francis zum ersten Mal seit 1992 die Playoffs erreichen. Tragischer Höhepunkt der Saison war das Ausscheiden in der ersten Runde gegen Boston und kurz darauf der tödliche Autounfall von Verteidiger Steve Chaisson.
Aufschwung und Depression in Raleigh
1999/2000 zog man endlich in die moderne Raleigh Entertainment and Sports Arena in Raleigh ein, doch die Mannschaft zeigte glanzloses Spiel und verpasste die Playoffs. 2000/01 erreichte das Team die erste Runde der Playoffs und schied gegen die New Jersey Devils aus, doch wegen der Begeisterung der Fans und der Stimmung in der Arena gilt diese Saison als die richtige Ankunft der Hurricanes in Carolina.
2001/02 konnte das Team zum ersten Mal richtig auf sich in den Playoffs aufmerksam machen. Zwar war die Begeisterung gering erneut auf die New Jersey Devils zu treffen, die als sehr stark eingeschätzt wurden, doch konnte man die erste Runde diesmal überstehen.
In der zweiten Runde traf man auf die Montreal Canadiens. Besonders in Erinnerung blieb das vierte Spiel der Serie im Molson Centre in Montreal. Carolina lag in der Serie mit 1-2 und in dem Spiel mit 0-3 im letzten Drittel zurück, doch die Hurricanes kämpften sich heran und konnten noch vor Ende des Spiels zum 3-3 ausgleichen. In der Verlängerung traf dann Niclas Wallin zum Sieg. Unter den Fans der Hurricanes ist das Spiel als das "Wunder von Molson" bekannt. Carolina gewann auch die nächsten zwei Spiele gegen Montreal und zog ins Conference-Finale ein, wo man auf die hochfavorisierten Toronto Maple Leafs traf. Aber nach fünf Spielen stand es 3-2 für die Hurricanes. Im sechsten Spiel führten sie bis kurz vor Schluss, doch Mats Sundin glich 22 Sekunden vor dem Ende des Spiels aus. Erneut musste man in die Verlängerung und erneut waren die Hurricanes der Sieger und zogen somit zum ersten Mal in ihrer Geschichte ins Stanley Cup-Finale ein.
Und wieder war man klarer Außenseiter, denn der Finalgegner hieß Detroit Red Wings. Aber im ersten Spiel der Final-Serie konnten die Hurricanes ihren scheinbar übermächtigen Gegner aus Detroit besiegen. Doch die Red Wings schlugen zurück und glichen aus. Das dritte Spiel wurde zu einem Drama, als es bis in die dritte Verlängerung ging, wo die Red Wings den Sieg holten. Die Detroit Red Wings konnten sich am Ende den Stanley Cup nach fünf Spielen sichern. Für die Carolina Hurricanes war es mit Abstand die beste Saison ihrer Geschichte.
Der Aufschwung hielt nicht lange und in den folgenden zwei Spielzeiten fand man sich in unteren Tabellenregionen der Liga wieder. Die Folge war, dass die durch das sensationelle Auftreten in den Playoffs 2002 gewonnen Fans wieder das Interesse verloren und der Zuschauerandrang nachließ. Eine der wenigen positiven Dinge war, dass man mit Eric Staal 2003 ein großes Talent draften konnte. Im November 2003 wurde der Trainer Paul Maurice entlassen, der schon das Team trainierte, als es noch in Hartford beheimatet war. Nachfolger wurde der ehemalige Trainer der New York Islanders Peter Laviolette.
Die beste Saison des Franchise
Nachdem Lockout in der Saison_2004/05 waren die Fans nicht besonders optimistisch für die neue Spielzeit, wurden sie doch in den letzten zwei Saisons schwer enttäuscht. Aber es passierte genau das Gegenteil. 2005/06 wurde die erfolgreichste reguläre Saison der 34-jährigen Franchise-Geschichte. Zum ersten Mal holte man mehr als 50 Siege und konnte die Grenze von 100 Punkten knacken. Zudem belegte man Platz eins in der Southeast Division und Platz drei in der Liga. Der Zuschauerschnitt lag knapp unter 15.600 pro Spiel und zum ersten Mal seit dem Umzug nach North Carolina konnte das Team einen Gewinn erwirtschaften. Kurz vor dem Ende der Transferperiode hatten die Hurricanes noch die Veterane Doug Weight und Mark Recchi verpflichtet, um das Team für die Playoffs zu verstärken.
Die Playoffs 2006 begannen mit zwei Heimniederlagen gegen die Montreal Canadiens und man konnte schon davon ausgehen, dass nach der großartigen Saison die Kraft nicht mehr reicht für die Playoffs. Die Hurricanes revanchierten sich bei den Canadiens und gewannen die nächsten zwei Spiele in Montreal und legten noch zwei weitere Siege nach. Der Einzug in die nächste Runde war nun doch geschafft.
In Runde 2 warteten die New Jersey Devils. Man erwartete eine enge Serie, sie gestaltete sich jedoch sehr einseitig. Im ersten Spiel gewannen die Hurricanes mit 6-0 und Torhüter Cam Ward, der Martin Gerber als Nummer eins in den Playoffs verdrängte, konnte seinen ersten Playoff-Shutout feiern. Spiel 2 gestaltete sich dramatischer. Erst drei Sekunden vor Schluss des Spiels konnte Eric Staal das Spiel zum 2-2 ausgleichen und in der Verlängerung war, wie gegen Montreal 2002, Niclas Wallin der Held und traf zum Sieg der Hurricanes. Spiel 3 konnte ebenfalls mit 3-2 gewonnen werden. Im vierten Spiel wahrten die New Jersey Devils noch eine kleine Chance auf den Einzug in die nächste Runde mit einem deutlichen 5-1 Sieg, doch im fünften Spiel konnten die Hurricanes mit dem selben Ergebnis die Serie für sich entscheiden.
Das Conference-Finale gegen die Buffalo Sabres verlief sehr eng. Nach drei Spielen führte Buffalo mit 2-1 Siegen, doch Carolina gewann das nächste Spiel mit einem 4-0 Shutout-Sieg und auch das darauf folgende Spiel. Im sechsten Spiel hatten die Sabres die Oberhand und siegten in der Verlängerung mit 2-1. Im entscheidenden siebten Spiel führte im zweiten Drittel Buffalo mit 2-1, doch die Hurricanes trafen noch drei Mal zum Endstand von 4-2. Zum zweiten Mal in ihrer kurzen Vereinsgeschichte standen sie nun im Stanley Cup-Finale.
Der Stanley Cup-Triumph
Im Finale standen sich zum ersten Mal in der Geschichte der NHL mit den Carolina Hurricanes und den Edmonton Oilers zwei ehemalige Teams der WHA gegenüber. Im ersten Spiel der Final-Serie lag Carolina zwischendurch mit 0-3 zurück, doch im letzten Drittel stand es dann 4-4 und nachdem sich Edmonton's Torhüter Dwayne Roloson verletzte, patzte sein Ersatz Ty Conklin 30 Sekunden vor Schluss und Carolina gewann mit 5-4. Edmonton ersetzte den für den Rest der Serie ausfallenden Dwayne Roloson durch den finnischen Torhüter Jussi Markkanen. Doch auch er hatte, wie Conklin, keinen guten Einstand und die Hurricanes triumphierten souverän mit 5-0. Spiel 3 gewannen die Edmonton Oilers mit 2-1 und im vierten Spiel drehten die Hurricanes das Ergebnis um und gewannen ihrerseits mit 2-1. Carolina hatte nun die Chance im nächsten Spiel in eigener Halle den Stanley Cup für sich zu entscheiden. In Raleigh stand es nach 60 Minuten 3-3, doch in der Verlängerung hatten die Hurricanes diesmal kein Glück und verloren das Spiel. Im sechsten Spiel verspielten die Hurricanes ihre zweite Chance den Cup zu sichern und unterlagen deutlich mit 0-4.
Nun war die Serie 3-3 ausgeglichen und in Carolina ging so langsam die Angst um, dass man das Finale trotz einer 3-1 Führung nun doch noch verliert. Doch einen Vorteil hatten sie, denn das entscheidende Spiel fand auf dem Eis der Hurricanes statt.
Im Spiel 7 gingen die Hurricanes früh durch Aaron Ward in Führung. Im zweiten Drittel erhöhten die Hurricanes auf 2-0, ehe die Oilers im letzten Drittel auf 2-1 verkürzten. Wenige Minuten vor Schluss nahmen die Edmonton Oilers ihren Torhüter aus dem Spiel um einen weiteren Angreifer aufs Eis zu schicken, damit man doch noch die Verlängerung erreicht. Doch die Hurricanes konterten einen Angriff der Oilers und Justin Williams traf 61 Sekunden vor Schluss ins leere Tor der Oilers zum entscheidenden 3-1.
Die Hurricanes feierten den ersten Stanley Cup-Gewinn in ihrer Franchise-Geschichte. Der 22-jährige Torhüter der Hurricanes, Cam Ward, wurde mit der Conn Smythe Trophy als wertvollster Spieler der Playoffs geehrt. Ward ist erst der vierte Rookie, dem diese Ehre zu Teil wurde.
Rod Brind'Amour und Bret Hedican mussten 15 Jahre warten bis sie endlich den Stanley Cup gewinnen konnten. Glen Wesley, der letzte verbliebene Spieler der Hartford Whalers im Kader der Carolina Hurricanes, musste sogar 18 Jahre warten.
Negativer Eintrag in die Geschichtsbücher
Nach dem Stanley Cup-Sieg hatten die Hurricanes einige Abgänge zu verzeichnen. Doug Weight und Mark Recchi kehrten zu ihren alten Teams nach St. Louis und Pittsburgh zurück. Matt Cullen wechselte zu den New York Rangers und Torhüter Martin Gerber zu den Ottawa Senators.
Einen schwachen Start hatten die Hurricanes in die Saison_2006/07 als Titelverteidiger, als sie nur einen Punkt aus den ersten vier Spielen holen konnten. Doch die Mannschaft fing sich wieder und konnte sich in Richtung Playoff-Plätzen orientieren. Doch die Hurricanes hatten mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. Wichtige Stützen, wie Frantisek Kaberle und Cory Stillman vielen langfristig aus. Außerdem musste immer wieder eine neue Aufstellung der Verteidigungsreihen vorgenommen werden, da ständig ein anderer Spieler aus der Defensivabteilung auf der Liste der Verletzten stand. Hinzu kam, dass die Jungstars Eric Staal und Justin Williams, wie viele andere Spieler, nicht an ihre Form des Vorjahres anknüpfen konnten. Auch Torhüter Cam Ward, der auf dem Weg zum Stanley Cup zum unverhofften Helden geworden war, spielte nicht konstant genug. Die Veterane Rod Brind'Amour und Ray Whitney gehörten zu den wenigen Lichtblicken im Team. Brind'Amour spielte seine beste Saison im Trikot der Hurricanes, Whitney absolvierte mit 34 Jahren gar die beste seiner Karriere. Doch die Hurricanes schafften den Sprung in die Playoffs schließlich nicht. Bereits in der Vorsaison schrieben sie NHL-Geschichte, als sie im Stanley Cup-Finale auf die Edmonton Oilers trafen und sich somit zum ersten Mal zwei ehemalige Teams der WHA im Finale gegenüberstanden, diesmal schrieben beide Teams Geschichte, da sich zum ersten Mal weder der Stanley Cup-Sieger noch der Finalist des Vorjahres für die Playoffs qualifizieren konnten.
Erfolge und Ehrungen
Sportliche Erfolge
In der Saison_2005/06 zogen die Carolina Hurricanes in das Stanley Cup-Finale gegen die Edmonton Oilers ein und konnten es im entscheidenden siebten Spiel für sich entscheiden. Torhüter Cam Ward wurde zum wertvollsten Spieler der Play Offs gewählt und bekam die Conn Smythe Trophy. Schon in der Saison_2001/2002 erreichten die Carolina Hurricanes das Finale um den Stanley Cup. Nach einem Sieg bei den Detroit Red Wings schlug Detroit mit 4 Siegen in Folge zurück.
Vereinsrekorde
*Meiste Spiele: Ron Francis 1.186 Spiele in 16 Saisonen.
*Meiste aufeinanderfolgende Spiele: Dave Tippett 419 (3. März 1984 bis 7. Oktober 1989)
*Meiste Tore: Ron Francis 382 Tore
*Meiste Vorlagen: Ron Francis 793 Vorlagen
*Meiste Punkte: Ron Francis 1.175 Punkte (382 Tore + 793 Vorlagen)
*Meiste Strafminuten: Kevin Dineen 1.439 Strafminuten
*Meiste Shutouts: Arturs Irbe 20 Shutouts*Meiste Tore in einer Saison: Blaine Stoughton 56 Tore (NHL 1979/80)
*Meiste Vorlagen in einer Saison: Ron Francis 69 Vorlagen (NHL 1989/90)
*Meiste Punkte in einer Saison: Mike Rogers 105 Punkte (44 Tore + 61 Vorlagen NHL 1979/80;40 Tore + 65 Vorlagen NHL 1980/81)
*Meiste Punkte als Rookie: Sylvain Turgeon 72 Punkte (40 Tore + 32 Vorlagen; NHL 1983/84)
*Meiste Strafminuten in einer Saison: Torry Robertson 358 Strafminuten (NHL 1985/86)
Mannschaft 2006/07
Stand: 9. Februar 2007
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Carolina Hurricanes
General Manager
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Zu erwähnende Spieler
Mannschaftskapitäne
(Die Liste enthält auch die Kapitäne der New England Whalers (Ted Green 1972-75
Rick Ley 1975-81
Mike Rogers und Dave Keon 1981-82
Russ Anderson 1982-83
Mark Johnson 1983-84
Ron Francis 1984-90
* Kein Kapitän 1990-91
Randy Ladouceur 1991-92

