Carlos Saura
Carlos Saura (4. Januar 1932 in Huesca/Aragón) ist ein spanischer Filmregisseur und Bruder des Malers Antonio Saura. Seine Filme waren anfangs vom Neorealismus geprägt, später zeigte sich der Einfluss durch den mythischen Stil von Luis Buñuel.Leben
Sauras Vater war im Finanzministerium angestellt, seine Mutter war Pianistin.
Während des Spanischen_Bürgerkriegs zog die republikanisch eingestellte Familie zunächst von Madrid nach Valencia, später dann nach Barcelona. Nach Ende des Krieges wurde Saura eine Weile bei Verwandten untergebracht, die mit Franco sympathisierten. Diese Erfahrungen waren prägend für sein späteres Filmschaffen. Saura studierte zunächst Ingenieurswissenschaften und verdiente sich sein Geld als Fotograf auf Tanzveranstaltungen. Er machte aber auch künstlerische Fotoarbeiten, die er mit Hilfe seines Bruders Antonio Saura ausstellte.
1952 wurde Saura Schüler am Instituto de Investigaciones y Experiencias Cinematográficas (IIEC), der staatlichen spanischen Filmhochschule, an der er Regie studierte.vgl. Filmspiegel Nr 3, 1987 Seite 20 1957 erhielt er sein Diplom für La tarde del domingo (1957). Der Film hat kein Happy End, was typisch für Saura ist.
Sofort nach seinem Abschluss wurde er Dozent am IIEC, zunächst für den Fachbereich Szenarium/Drehbuch, später dann für Regie. 1959 inszenierte er seinen ersten abendfüllenden Spielfilm mit Die Straßenjungen. Saura machte es sich zur Aufgabe, das autoritäre Franco-Regime in seinen Filmen zu kritisieren. Die staatliche Zensur zwang ihn zu einer unterschwelligen und nicht direkt greifbaren Kritik, die ihn bald zum Aushängeschild antifranquistischer Kunst werden ließ. Dabei wurde er unterstützt von seinem Freund und langjährigen Produzenten Elías Querejeta.
Außerdem ist Saura bekannt für seine Tanzfilme (u. a. Carmen (1983), Bodas de sangre (1981)) und Dokumentationen (u.a. Flamenco (1995)), in denen Sauras Erfahrung als Tanzfotograf zum Tragen kam. Wichtig ist auch sein Erinnerungskino, das zum Teil autobiografische Züge trägt, wie in La prima Angélica (1973). In diesem Film fährt der Protagonist Luis in sein Heimatdorf, um seine Mutter zu beerdigen. Dabei erinnert er sich an seine Jugend. Dinge, die Saura als Kind im Krieg gesehen hat, sind als Filmsequenzen vorhanden: Ein Mädchen mit Glassplittern im Gesicht zum Beispiel.
Filme
• tarde del domingo] (1956): Ein Hausmädchen freut sich auf den Tanz am Sonntag Nachmittag, wird aber enttäuscht.
• (Film)/'>Cuenca] (1958): Dokumentarfilm über die Stadt Cuenca
• golfos] (1959) Höhle der Erinnerungen(1969)
• jardín de las delicias (Film)/'>El jardín de las delicias] - dt. Titel: Bluthochzeit
• horas] (1981)
• (1982)
*Carmen]_(1983)
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• noche oscura] (1989)
• Carmela] (1990): In diesem Film geht es um eine fahrende Schauspieltruppe, die im Bürgerkrieg in die Hände der Nationalisten gerät und für sie auftreten muss. Die Gruppe steht nun vor der Wahl, die eigene republikanische Gesinnung aufzugeben oder die Nationalisten zu unterhalten.
• (Film)|Sevillanas] (1991)
• sur] (1991)
• (1992): Offizieller Film zu den olympischen Spielen in Barcelona 1992
*(Film_1995)|Flamenco]_(1995)
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• (Film 1996)/'>Taxi] (1996)
• (1997)
*en_Burdeos]_(1999)
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_Weblinks_
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_Quellen_
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• Offizielle Carlos Saura Homepage

