Carl Woermann
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Carl Woermann (* 1813 Bielefeld; ? 25. Juni 1880 in Hamburg) war ein Hamburger Übersee-Kaufmann und Reederei-Gründer. Er begründete das Unternehmen, mit dem sein Sohn Adolph Woermann der größte deutsche Westafrikakaufmann[http://www.imis.uni-osnabrueck.de/BadeFabri.pdf Klaus J. Bade (1975, 2005). Friedrich Fabri und der Imperialismus in der Bismarckzeit. Revolution ? Depression ? Expansion. Freiburg i.Br. (2005 mit neuem Vorwort: Osnabrück), S. 362] (abgerufen 23.11.06) und der größte Privatreeder der Welt[http://www.imis.uni-osnabrueck.de/BadeFabri.pdf Klaus J. Bade (1975, 2005). Friedrich Fabri und der Imperialismus in der Bismarckzeit. Revolution ? Depression ? Expansion. Freiburg i.Br. (2005 mit neuem Vorwort: Osnabrück), S. 315] (abgerufen 23.11.06) wurde.
Carl Woermann, Sohn aus einer Leinenfabrikanten-Familie aus Bielefeld, gründete im Jahr 1837 das Handelsunternehmen C. Woermann. Die ersten Handelsverbindungen knüpfte Woermann mit Südamerika und Westindien, dann mit Indien und Australien. Zunehmend richtete sich sein Interesse jedoch auf die Handelsmöglichkeiten in Westafrika, zunächst vor allem in Liberia, wo sich eine einheimische Führungsschicht gebildet hatte. 1847 kaufte Carl Woermann sein erstes Schiff, eine Brigg (Zweimaster), die er nach seiner ersten Ehefrau Eleonore nannte. 1849 schickte Woermann den Kutter Constanze an die westafrikanische Küste, und 1852 erwarb er für den Liberiahandel den Schoner Liberia. Zwei Jahre später gründete C. Woermann in Liberias Hauptstadt Monrovia eine erste Handelsniederlassung.[http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Adolph_Woermann&oldid=23444887 Wikipedia-Artikel "Adolph Woermann" in der Fassung vom 5.11.2006] ; die Passage wurde nach Erstellung des vorliegenden Artikels ? "Carl Woermann" ? aus dem Ursprungsartikel entfernt.
Nach schweren Verlusten in der Weltwirtschaftskrise 1857[http://fof-ohlsdorf.de/kulturgeschichte/2005/89s33_woermann.htm Albrecht Schreiber (2005). Gedenktage I: Carl Woermann - Der Leinenhändler aus Bielefeld wurde Großreeder aus Hamburg. Zeitschrift für Trauerkultur, Vol. 89 (II)] (abgerufen 13.11.06) gelang es Carl Woermann, sein Unternehmen zurück auf Wachstumskurs zu führen. 1859 gehörten C. Woermann bereits acht Schiffe.[http://www.heide-kuhlmann.de/yohimbe.html Heide Kuhlmann (1999). Von Baumrinden aus dem Land der vielen Krebse] (abgerufen 23.11.06)
1862 gründete Woermann eine Niederlassung in Gabun und schickte 1867 als Vertreter E. Schulze dorthin, der später erster deutscher Konsul in Gabuns Hauptstadt Libreville wurde.[http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/Gabun/Geschichte.html Auswärtiges Amt: Gabun. Geschichtliche Daten] (abgerufen 23.11.06) Es folgte 1868 eine Niederlassung in Kamerun mit einer auf dem Kamerunfluß verankerten Hulk (ausgedientes Schiff),[http://www.deutsche-schutzgebiete.de/kamerun.htm Private Internetseite www.deutsche-schutzgebiete.de], abgerufen am 13.11.2006 die in den folgenden Jahren um einige Faktoreien[http://www.imis.uni-osnabrueck.de/BadeFabri.pdf Klaus J. Bade (1975, 2005). Friedrich Fabri und der Imperialismus in der Bismarckzeit. Revolution ? Depression ? Expansion. Freiburg i.Br. (2005 mit neuem Vorwort: Osnabrück), S. 347] (abgerufen 23.11.06) und 1881 um eine Niederlassung auf dem Festland (Duala) erweitert wurde. Dabei setzte C. Woermann für den Handelstransport zunehmend eigene Schiffe ein.
Das Handelshaus C. Woermann tauschte hauptsächlich Branntwein und Waffen aus dem Deutschen_Reich gegen Palmöl und Kautschuk. Palmöl war damals in Europa sehr begehrt, da es den knapp werdenden Waltran als Schmierstoff und als Margarine-Grundstoff (Palmin) ersetzte. Weitere Importgüter waren Kokos, Bananen, Erdnüsse und Elfenbein.[http://www.dhm.de/lemo/html/kaiserreich/aussenpolitik/kamerun/index.html Internetseite des Deutschen Historischen Museums: 1871-1914. Die deutsche Kolonie Kamerun], abgerufen am 13.11.2006 Die einheimischen Händler erhielten die europäischen Waren oft auf Kredit und lieferten dafür zu einem festgelegten späteren Zeitpunkt die vereinbarten Tauschwaren.
Als sein ältester Sohn und geplanter Nachfolger Carl kein Interesse für den Kaufhandel zeigte und stattdessen Kunsthistoriker werden wollte, forderte Carl Woermann von ihm die Änderung seines Namens in Karl Woermann und brach den Kontakt mit ihm ab. Nachfolger im Unternehmen C. Woermann wurde stattdessen der zweitälteste Sohn Adolph Woermann, der 1874 als Teilhaber in das Unternehmen einstieg. 1877 bis 1879 wurde das erste Dampfschiff des Unternehmens gebaut, die Aline Woermann (benannt nach der zweiten Ehefrau von Carl Woermann) mit 1279 Bruttoregistertonnen_(BRT). 1878 gab C. Woermann die geschäftlichen Interessen in Ostindien ganz auf und konzentrierte sich von nun an nur noch auf das Afrika-Geschäft.
Nach Carl Woermanns Tod 1880 übernahm Adolph Woermann das Unternehmen ganz und baute es zu einem der wichtigsten Handelshäuser für den Afrikahandel und zur größten Privatreederei der Welt aus. Als Carl Woermann starb, gehörten dem Unternehmen zwölf Segelschiffe und das gerade vom Stapel gelaufene Dampfschiff.
Quellen
Weblinks
• Internetseite von C. Woermann GmbH & Co. KG (siehe dazu auch den Wikipedia-Artikel Adolph Woermann)

