Carl Vincent Krogmann
Carl Vincent Krogmann (3. März 1889 in Hamburg; ? 10. März 1978 ebenda) war ein Reeder und Industrieller aus Hamburg und während der Zeit des Nationalsozialismus Erster_Bürgermeister der Stadt.Politische Karriere
Vor der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten trat Krogmann, der Sohn einer alteingesessenen Hamburger Kaufmannsfamilie, politisch nicht in Erscheinung. Zwar war er bereits an der Industrielleneingabe beteiligt, zunächst jedoch nicht Mitglied der NSDAP. Als nach der Machtübernahme der Hamburger Senat geschlossen zurücktrat, schlug Reichsstatthalter und Gauleiter Karl Kaufmann Krogmann als neuen Ersten Bürgermeister vor. Er versprach sich von Krogmann eine engere Bindung der Hamburger an die Partei und die Ideologie der Nationalsozialisten.
Krogmann wurde am 8. März 1933 als Mitglied des Senats und Erster Bürgermeister gewählt. Er trat am 1. Mai in die NSDAP ein.
Am 18. Mai 1933 wurde er von Reichsstatthalter Kaufmann zum Regierenden Bürgermeister ernannt, ab 30. Juli 1936 aber nur noch als Leiter der Gemeindeverwaltung. Die Führung der Landesregierung übernahm Kaufmann selbst.
Krogmann hatte dieses Amt bis zur Übergabe der Stadt an die britische Armee am 3. Mai 1945 inne Liste der Hamburger Bürgermeister bei fhh.hamburg.de: [http://fhh.hamburg.de/stadt/Aktuell/senat/service/buergermeister-seit-1293/start.html]. Nach anderen Angaben beließ die Militärregierung ihn bis zu seiner Verhaftung am 11. Mai im Amt Dr. Heinrich Erdmann (Red.): Hamburg im Dritten Reich. Sieben Beiträge. Veröffentlichungen der Landeszentrale für politische Bildung. Hamburg, 1998. ISBN 3-929728-42-7; S. 33 Dr. Heinrich Erdmann (Red.): Hamburg nach dem Ende des Dritten Reiches: politischer Neuaufbau 1945/46 bis 1949. Sechs Beiträge. Veröffentlichungen der Landeszentrale für politische Bildung. Hamburg, 2000. ISBN 3-929728-50-8; S. 15f., S. 26.
Nach der Verhaftung Kaufmanns am 4. Mai vereinigten die Briten Staats- und Gemeindeverwaltung wieder in der Hand des Bürgermeisters Dr. Heinrich Erdmann (Red.): Hamburg nach dem Ende des Dritten Reiches: politischer Neuaufbau 1945/46 bis 1949. Sechs Beiträge. Veröffentlichungen der Landeszentrale für politische Bildung. Hamburg, 2000. ISBN 3-929728-50-8; S. 15.
Vom 5. bis 9. Mai fanden unter seiner Leitung tägliche Senatsberatungen statt Dr. Heinrich Erdmann (Red.): Hamburg nach dem Ende des Dritten Reiches: politischer Neuaufbau 1945/46 bis 1949. Sechs Beiträge. Veröffentlichungen der Landeszentrale für politische Bildung. Hamburg, 2000. ISBN 3-929728-50-8; S. 16
Manfred Asendorf: 1945. Hamburg besiegt und befreit. Veröffentlichungen der Landeszentrale für politische Bildung. Hamburg, 1995; S. 26 (Protokolltext, in dem Bürgermeister Krogmann genannt wird).
Krogmann war Mitglied des sogenannten Keppler-Kreises. Die Verkörperung und Vermittlung der Ideologie gelang ihm auf vielerlei Art, zum Beispiel durch Planten un Blomen, die große Parkanlage in der Nähe des heutigen Messegeländes, in der nach den Vorstellungen der Nationalsozialisten nur "deutsche Pflanzen" angepflanzt werden sollten.
Literatur
*Frank Bajohr. 'Arisierung' in Hamburg. Die Verdrängung der jüdischen Unternehmer 1933-45. Hamburger Beiträge zur Sozial- und Zeitgeschichte 35. Hamburg: Hans Christians Verlag, 1997
*Carl Vincent Krogmann, Geliebtes Hamburg. - . - Christians Verlag, 1955.
*Carl Vincent Krogmann, Bellevue. - . - Christians Verlag, 1960 (2. Aufl. 1963).
*Carl Vincent Krogmann, Es ging um Deutschlands Zukunft. - Druffel-Verlag, 1982. - ISBN 3806107416
Quellen
Weblinks
*Artikel [http://www.wams.de/data/2005/06/26/737168.html über die Eröffnung von Planten un Blomen] in der ''1933-1945
/'>GEBURTSDATUM=10. März 1978
|STERBEORT=Hamburg
}}

