Carl Philipp Frauenfeldt
Carl Philipp Frauenfeldt (16. April 1724 in Schwetzingen; ? 8. Oktober 1761 in Ladenburg) ist ein deutscher Komponist aus der Epoche der Frühklassik (Vorklassik).Leben
Frauenfeldt wurde am 16. April 1724 in Schwetzingen als Sohn eines Dorfschulmeisters und Kirchenmusikers geboren. Sein Vater war es auch, bei dem er schon in jungen Jahren Unterricht in Gesang sowie im Klavier- und Geigenspiel, später auch an der Orgel, erhielt. Nach Abschluss seiner Schulausbildung begann Frauenfeldt zunächst ein Studium der Rechts- und Staatswissenschaften an der Universität Heidelberg, das er jedoch bald zugunsten seiner musikalischen Betätigung aufgab. Er versah in verschiedenen Pfarreien, vornehmlich in Mannheim und Umgebung, das Kantorenamt und gelangte dadurch auch in Kontakt zu der Mannheimer Schule, die im Jahre 1750 von Johann Stamitz am Hofe des Kurfürsten Karl_Theodor gegründet worden war. Obwohl Frauenfeldt nicht zu den eigentlichen Mitgliedern der Mannheimer Schule zählte, wurde sein Werk doch maßgeblich von dieser Stilrichtung beeinflusst.
Im Jahre 1761 verstarb Fauenfeldt in Ladenburg, wo er sich mit seiner Frau und seinen insgesamt sechs Kindern niedergelassen hatte, an den Folgen einer Lungenentzündung.
Werk
Das kompositorische Schaffen Frauenfeldts besteht im wesentlichen aus insgesamt 37 Klavier- und Orgelsonaten, von denen jedoch heute nur noch zwei überliefert sind. Daneben komponierte Frauenfeldt mehrere Symphonien, Oratorien, Messen und Kantaten, die jedoch überwiegend ebenfalls nur noch fragmentarisch erhalten sind. Als bedeutendste Innovation seines Werkes gilt der in Anlehnung an die Mannheimer Rakete sogenannte "Schwetzinger Sturz", ein durch absteigenden Melodieverlauf, starkes Decrescendo und Rallentando gekennzeichnetes dynamisches Motiv, das von Frauenfeldt häufig am Ende seiner Symphonien und Sonaten angewandt wurde. Eine Rezeption des "Schwetzinger Sturzes" lässt sich unter anderem im Klavierwerk von Friedrich Kuhlau nachweisen.
Literatur
Conradin S. Kummer, Carl Philipp Frauenfeldt und der Schwetzinger Sturz, Diss. man., Berlin 1901

