Karl Paschen
Karl Paschen (9. Juni 1835 in Schwerin; ? 24. Februar 1911 in Kiel) war ein deutscher Vizeadmiral. Paschen war der Sohn des Geodäten Friedrich H. C. Paschen und ein Onkel des Physikers Friedrich Paschen.Paschen besuchte die Marineschule in Triest und trat 1853 als Kadett in die österreichische Marine ein. Er wurde 1854 Offizier und nahm während des Deutsch-Dänischen_Krieges 1864 an dem Gefecht bei Helgoland und während des Deutschen_Krieges 1866 an der Schlacht bei Lissa teil.
Am 20. Oktober 1867 trat Paschen als Kapitänleutnant erster Klasse in die deutsche Marine ein. Er wurde dann als Korvettenkapitän in den Admiralstab versetzt und übernahm 1878 das Kommando der Korvette Leipzig zu einer zweijährigen Reise nach Ostasien. 1880 kam er als Dezernent in die Admiralität nach Berlin und wurde dann Kommandant eines größeren Panzerschiffs bei den Übungsgeschwadern. Paschen wurde dann Kommandant der Werftdivision in Kiel.
1884 erhielt Paschen mit dem Titel eines Kommodoredas Kommando des ostasiatischen Geschwaders, 1885 das des ostafrikanischen Geschwaders, mit dem er den Sultan von Sansibar zur Anerkennung des Schutzbriefs des Deutschen Kaisers über alle von den Deutschen in Besitz genommenen Gebiete in Ostafrika zwang. Er wurde anschließend zum Konteradmiral ernannt und kehrte Ende 1885 mit seinem Geschwader nach Deutschland zurück.
1887 kommandierte Paschen die Manöverflotte und bekleidete seit 1889 als Vizeadmiral die Stellung des Chefs der Marinestation in der Nordsee. 1891 trat er in den Ruhestand und lebte seitdem in Kiel.
Karl Paschen starb am 24. Februar 1911 in Kiel.

