Carl Otto Lenz
Carl Otto Lenz (5. Juni 1930 in Berlin) ist ein deutscher Rechtsanwalt, Mitglied des Deutschen_Bundestages (1965-1984) und Generalanwalt am Europäischen_Gerichtshof (1984-1997).Leben
Carl Otto Lenz wurde als Sohn des Rechtsanwaltes Dr. Otto Lenz (Staatssekretär des Bundeskanzleramts 1951-1953, Mitglied des Deutschen Bundestages 1953-1957) und Frau Marieliese Pohl geboren. 1948 machte er sein Abitur in München. Er studierte in den Jahren 1949 bis 1953 Rechts- und Staatswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Universität_Fribourg_(Schweiz) und Rheinische_Friedrich-Wilhelms-Universität_Bonn. In Freiburg wurde er Mitglied der katholischen Studentenverbindung K.D.St.V. Arminia Freiburg im Breisgau im CV. Später folgten Studien an der Cornell University in Ithaca, New_York, der Hochschule_für_Verwaltungswissenschaften_Speyer und der Harvard University in Cambridge (Massachusetts). 1961 wurde er an der Universität Bonn mit der Arbeit zum Thema "Die Beratungsinstitutionen des amerikanischen Präsidenten in Fragen der allgemeinen Politik" promoviert.
1959 wurde er Generalsekretär der Christlich-Demokratischen Fraktion des Europäischen_Parlaments in Luxemburg; 1965 wurde er Mitglied des Deutschen_Bundestages (1965-1984). Über lange Jahre war er Mitglied des Rechtsausschusses, deren Vorsitzender von 1969 bis 1980.
Lenz engagierte sich insbesondere für die deutsch-französische Freundschaft, war Mitglied der Deutsch-Französischen Parlamentariergruppe und deren Vorsitzender von 1969 bis 1983.
Neben vielen anderen inner- und außerparlamentarischen Ämtern war er zwischen 1984 und 1997 Generalanwalt am Europäischen_Gerichtshof. In dieser Zeit hat er circa 400 Schlussanträge für den Gerichtshof der EG verfasst. Daneben ist Lenz Herausgeber eines Handbuches und eines Kommentars sowie Verfasser zahlreicheProgrammArbeiten insbesondere zum EG-Recht.
Seit 1998 ist er als Rechtsanwalt in Frankfurt am Main und Brüssel tätig.
Auszeichnungen und Ehrungen
* 1976: Großes_Verdienstkreuz_der_Bundesrepublik_Deutschland
*1980: Offizier der Ehrenlegion
*1983: Großoffizier des Nationalen Verdienstordens der Französischen Republik
*1987: Träger der Hans-Dahs-Plakette des Deutschen Anwaltvereins
*1990: Honorarprofessor für das Fachgebiet "Europarecht" an der Universität des Saarlandes
*1998: Träger des Großkreuzes des Verdienstordens des Großherzogtums Luxemburg
Schriften
* "Das Zusammenwirken der europäischen Gerichte und der nationalen Gerichtsbarkeit. Arbeitstagung vom 21. bis 23. Oktober 1988 in Bad Kreuznach", C. F. Müller Heidelberg 1989, ISBN 3811437895
* "Notstandsverfassung des Grundgesetzes", Cornelsen/Scriptor Berlin 1991, ISBN 358920365X
* "EG-Vertrag", Bundesanzeiger Köln 1994, ISBN 3887845099
Weblinks
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