Carl Lampert
Provikar Dr. Carl Lampert (9. Januar 1894 in Göfis; ? 13. November 1944) war ein Geistlicher, der am 13. November 1944 im Zuchthaus Halle (Saale) zusammen mit zehn weiteren Männern, fünf Soldaten und fünf Zivilisten, hingerichtet wurde. Darunter waren auch zwei weitere Geistliche aus Stettin: Pater Friedrich Lorenz und Kaplan Herbert Simoleit. Den Männern wurde ?Zersetzung der Wehrkraft und Rundfunkverbrechen?, sowie in einem Fall ?Feindbegünstigung? vorgeworfen.
Leben
Lampert besuchte das Gymnasium in Feldkirch und maturierte dort 1914. Am 12. Mai 1918 wurde er in Brixen (Südtirol) zum Priester geweiht.
Der Hinrichtung vorangegangen war die Bespitzelung der Genannten, die in vertrauten Gesprächen offen ihre Meinung über das NS-Regime geäußert hatten.
Wirkung
Das Katholische Bildungswerk Vorarlberg organisiert jährlich im ORF Dornbirn die Provikar-Lampert-Akademie. Der Österreichischer Auslandsdienst plant die Entsendung eines Vorarlberger Gedenkdieners zur Gedenkstätte "Roter Ochse" nach
Halle an der Saale.
Literatur und Film
Gaudentius Walser, Carl Lampert - Ein Leben für Christus und die Kirche 1894-1944. Dornbirn 1964.
Bettina Schimak, Zeuge in einer dunklen Zeit. Carl Lampert. 19 Minuten, ORF 2001.
Weblinks
• Eintrag im Heiligenlexikon

