Carl Laemmle
Carl Laemmle (17. Januar 1867 in Laupheim; ? 24. September 1939 in Beverly Hills; eigentlich Karl Lämmle) gehört zu den einflussreichsten Gestalten der amerikanischen_Filmgeschichte. Als Gründer und Vorsitzender der Universal Studios gehörte er zu den mächtigsten Studiobossen seiner Zeit und gilt als Gründer Hollywoods.
Laemmle wurde im württembergischen Laupheim als Sohn eines Viehhändlers geboren, und wanderte 1883 im Alter von 16 Jahren in die USA aus und gründete dort 1910 seine erste Filmfirma, die I.M.P. oder Independent Motion Picture Company. Er gehörte damals zu den so genannten Independents, also jenen Filmproduzenten, die sich dem Monopol des Edison-Trusts widersetzten. Nach dessen Aufhebung gehörte Laemmles Firma Universal Pictures als seit den späten 1910er Jahren größte Filmfirma Amerikas zu den "Big Five", die das (nach dem Edison-Trust) zweite Oligopol bildeten. Die bekanntesten Filme aus seinen Studios waren Der_Glöckner_von_Notre-Dame (1923), Das_Phantom_der_Oper (1925), Im_Westen_nichts_Neues (1930), Waterloo_Bridge (1931) sowie die Reihe von Horrorfilmen in den 1930er Jahren, die 1931 mit Dracula und Frankenstein begann.
Sein Sohn Carl Laemmle Jr. arbeitete schon als Jugendlicher im Studio seines Vaters und wurde Anfang der 30er Jahre Produzent der wichtigsten Filme von Universal. William Wyler, der Regisseur von Ben_Hur, war Laemmles Neffe und wurde von ihm nach Hollywood geholt.
Heute noch gibt es in Laupheim viele Einrichtungen, die an deren jüdischen Ehrenbürger Carl Laemmle erinnern, z. B. das Carl-Laemmle-Gymnasium, der Carl-Laemmle-Platz mit Brunnen in der Rabenstraße, das Geburtshaus in der Radstraße 9 und das Museum über Christen und Juden im Schloss Großlaupheim (dort sind ihm vier Ausstellungsräume und ein Mini-Kino gewidmet).
Weblinks
• Carl Laemmle - Gründer Hollywoods
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• Ausführliche Biographie auf film-zeit.de

