Karl-Heinrich von Stülpnagel
Carl-Heinrich Rudolf Wilhelm von Stülpnagel (2. Januar 1886 in Berlin; ? 30. August 1944 in Berlin-Plötzensee hingerichtet) war ein deutscher General der Infanterie und Widerstandskämpfer.Familie
Er war der Sohn des königlich_preußischen Generalleutnants z.D. Hermann von Stülpnagel (1839-1912) und der Luise Freiin von der Tann-Rathsamhausen (1856-1907).
Stülpnagel heiratete am 20. Januar 1916 auf Gut Brandis Helene Freiin von Pentz (* 21. August 1889 auf Gut Brandis; ? 18. März 1965 in Berchtesgaden), die Tochter des Gutsbesitzers Friedrich Freiherr von Pentz, Fideikommissherr auf Gut Brandis, und der Marie Steinmetz.
Militärischer Werdegang
Stülpnagel war von November 1938 bis Juni 1940 als General der Infanterie Oberquartiermeister im Generalstab des Heeres, anschließend Vorsitzender der deutsch-französischen Waffenstillstandskommission bis zum Dezember 1940. Danach führte er die 17. Armee bis zum Oktober 1941 und wurde schließlich von Februar 1942 bis zum Juli 1944 Militärbefehlshaber in Frankreich mit Sitz in Paris.
Stülpnagel war an der Verschwörung der Offiziere gegen Hitler am 20. Juli 1944 beteiligt. Er wurde vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt. Nachdem er zuvor bei einem Selbstmordversuch erblindet war, wurde er am 30. August 1944 im Zuchthaus Plötzensee hingerichtet.
Sein Vorgänger auf dem Posten des Militärbefehlshabers in Frankreich war der General der Infanterie Otto von Stülpnagel (1878-1948), ein sehr entfernter "Vetter".
Kritik
Am 1. Juli 2004 strahlte das zeitkritische Fernsehmagazin Monitor einen Bericht aus, nach dem von Stülpnagel 1941 die Bevölkerung von dem Ort Lemberg gegen jüdische Bevölkerung angestachelt habe und somit für den Tod von bis zur 4.000 Juden mitverantwortlich sei.
Orden und Ehrenzeichen
Ehrenkreuz für Frontkämpfer
Verwundetenabzeichen (1918) in Schwarz
Eisernes Kreuz (1914) 2. und 1. Klasse
* Eisernes Kreuz (1939) 2. und 1. Klasse
Deutsches Kreuz in Silber
Ritterkreuz_des_Königlichen_Hausordens_von_Hohenzollern mit Schwertern
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes
Literatur
• Handbuch des Adels] (GHdA), Adelige Häuser A Band XVIII, Seite 429, Band 87 der Gesamtreihe, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1985, .
Weblinks
*
• Umfangreicher tabellarischer Lebenslauf
• gdw-biographie
• www.vonstuelpnagel.de
Siehe auch
• des 20. Juli 1944], Wikipedia:Personendaten-->

