Theodor Löbbecke
Carl Heinrich Wilhelm Theodor Löbbecke (1821 in Hückeswagen an der Wupper; ? 1901 in Düsseldorf) war ein Apotheker und der Begründer der Sammlungen des Löbbecke Museums.Löbbecke wurde wohl nicht nur scherzhaft als "Muschelkönig" bezeichnet, denn er hatte um 1880 die größte Konchyliensammlung Europas zusammengetragen. Nachdem er 1873 seine Apotheke aufgegeben hatte, richtete er sich in der Schadowstraße 51 in Düsseldorf ein Privatmuseum ein, in dem er die eigenhändig auf Reisen durch Europa, den vorderen Orient und Afrika gesammelten Schalen von Muscheln und Schnecken sowie Relikte von Tintenfischen mit Exponaten aus aufgekauften Sammlungen anderer Forscher vereinigte. Nach seinem Tod überließ seine Witwe Carolina die Sammlung der Stadt und machte zur Auflage, dass aus dem privaten ein öffentliches Museum werden sollte. Der Nachfolger dieses ersten Museums im alten Lagerhaus an der Rheinwerft existiert noch heute.
Die Sammlung enthält heute ca. 250.000 - schwerpunktmäßig marine - Mollusken, etwa 75.000 Fundstücke aus dem Bereich der Geowissenschaften, etwa 8500 Eierschalen, ca. 650.000 Insekten und vieles mehr. Das Löbbecke-Museum trägt seinen Namen seit 1904. 1930 schloss es sich räumlich mit dem 1876 eröffneten Düsseldorfer Zoo zusammen. Löbbeckes Sammlungen überdauerten den Zweiten_Weltkrieg nahezu unbeschädigt und wurden schon 1947 in einem Luftschutzbunker wieder ausgestellt. 1948 kam ein Aquarium hinzu, 1987 wurde das Aqua-Zoo-Löbbecke-Museum eröffnet und verband damit erstmals in Deutschland die Institutionen "Zoo" und "Museum" in einer Einheit. Es verzeichnet inzwischen jährlich über 500.000 Besucher.
Weblinks
• RP Online - Dtoday - Löbbecke-Museum öffnete vor 100 Jahren

