Carl Gustaf Hellqvist
Carl Gustaf Hellqvist (19. November 1851 in Kungsör, Västmanlands län in Schweden; ? 19. November 1890 in München) war ein schwedischer Maler.Leben
Hellqvist bildete sich auf der Kunstakademie in Stockholm zum Historienmaler aus und siedelte 1878 zur Fortsetzung seiner Studien nach München über, wo er 1879 auf der internationalen Ausstellung durch ein figurenreiches Gemälde aus der schwedischen Geschichte: Schimpflicher Einzug des Bischofs Sonnanväder und des Propstes Knut in Stockholm 1526, Zeugnis von einer bedeutenden Kraft der Charakteristik und von einem Streben nach ernstem und gediegenem Kolorit ablegte.
Noch entschiedener zeigten sich diese Vorzüge auf einem zweiten, 1881 gemalten Bild: Der Reichsverweser Sten Sture der Ältere stirbt auf dem Eis des Mälarsees 1520. Daneben malte er auch Landschaften, deren Motive er aus Bayern holte, Bildnisse und Szenen aus dem Volksleben, wie z. B. das humorvolle: Bismarck oder Moltke? Auch Luthers Ankunft auf der Wartburg wurde um diese Zeit gemalt.
1882 siedelte Hellqvist nach Paris über, und hier schloss er sich anfangs der naturalistischen Richtung von Mihály Munkácsy und Jean Paul Laurens an, wie das 1883 in München ausgestellte Bild: Disputation zwischen dem Kanonikus Galle und Olaus Petri, einem Schüler Luthers, in Uppsala 1524 bewies.
Zugleich versuchte er sich auf Genrebildern, deren Schauplatz in das Freie verlegt ist, in der modernen französischen Hellmalerei. 1885 malte er die Einschiffung der Leiche Gustav Adolfs im Hafen von Wolgast und die Brandschatzung von Wisby durch König Waldemar_Atterdag, und 1886 wurde er als Lehrer der Malklasse an die Berliner Kunstakademie berufen. Er erhielt 1883 auf der Münchener internationalen Ausstellung eine zweite Medaille.
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