Carl Friedrich von Ledebour
Carl Friedrich Ledebour, ab 1823 von Ledebour oder auch von Ledebur (8. Juli 1785 in Greifswald; ? 4. Juli 1851 in München), Professor, war ein deutscher Botaniker und kaiserlich russischer Staatsrat.
Familie
Er war der Sohn des schwedischen Militärauditeurs Johann Ledebour.
Ledebour gehört nicht zum westfälischen Adelsgeschlecht von Ledebur.
Leben
Ledebour wurde nach dem Studium der Rechtswissenschaft und der Naturgeschichte im Jahr 1805 Professor der Botanik und Leiter des Botanischen_Gartens der Universität Greifswald. Von 1811 bis 1836 war er Professor und Direktor des Botanischen Gartens in Dorpat (heute Tartu in Estland), den er selbst einrichtete und zu europäischem Ruhm brachte.
Seine Studienreisen führten Ledebour unter anderem nach Russland; von dort brachte er zahlreiche handgefertigte Farbtafeln der russischen Flora zurück. Die Erforschung der Pflanzenwelt des russischen Reiches dankte ihm Zar Alexander_I. im Jahr 1823 mit der Erhebung in den Adelsstand.
Zwei Porträts des Botanikers sollen sich in der Mailingerschen Porträtsammlung der Stadt München befinden.
Die Pflanzengattung Ledebouriella H. Wolff und der Trollius Ledeburi sind nach ihm benannt.
In seinem Werk Flora altaica gibt Ledebour die Erstbeschreibung von Arten wie dem Asiatischen_Wildapfel (Malus sieversii, von ihm noch als Pyrus sieversii benannt) und der Sibirischen_Lärche (Larix sibirica).
Ehrungen
*Kaiserlich russischer Staatsrat
*Träger mehrerer hoher Orden
Werke
*Flora altaica, 1829-1834, die erste Florabeschreibung des Altaigebirges; 4 Bände.
*Icones plantarum novarum vel imperfecte cognitarum floram rossicam, imprimis altaicam, illustrantes, 1829-1834; 5 Bände
*Flora rossica, 1841-1853, 4 Bände; wohl die erste komplette Florabeschreibung des Russischen_Reiches.
Weblinks
• Allgemeine Deutsche Biografie, Band 18, Seite 111
• Die Familie von Ledebur
*
• Literaturliste im Online-Katalog der 1785
/'>GEBURTSORT=1851
|STERBEORT=München
}}

