Carl Friedrich Wilhelm zu Leiningen
Carl Friedrich Wilhelm, 1. Fürst zu Leiningen (14. August 1724 in Dürkheim, Kurpfalz; ? 9. Januar 1807 in Amorbach, Bayern) war kaiserlicher Kämmerer, Wirklicher Kurpfälzischer Geheimer Rat und Generalleutnant. Seine Familie stammt aus uraltem Adel, deren Besitztümer sich überwiegend in der heutigen Pfalz und im Elsaß befanden. Der Kaiser erhob ihn 1779 in den Reichsfürstenstand mit Kuriatstimme im Wetterauischen Grafenkollogium. Durch die Folgen der französischen Revolution wurde er und seine Familie 1796 aus der erst 1725 gewählten Residenz Dürkheim und aus allen linksrheinischen Besitztümern vertrieben. Das Schloss in Dürkheim wurde angesteckt und brannte aus.Durch den Reichsdeputationshauptschluss wurde im zunächst ein selbstständiges Fürstentum Leiningen entschädigt, vorzugsweise mit ehemaligen Teilbesitztümers des Erzbistum_Mainz. Ihm wurdw eine Virilstimme im Reichsfürstenrat zugesprochen und nahm statt des Grafentitels von Leiningen-Hardenburg nunmehr den Titel Reichsfürst zu Leiningen, Pfalzgraf zu Mosbach, Graf zu Düren, Herr zu Miltenberg, Amorbach, Bischofsheim, Boxberg, Schüpf und Lauda.
Durch Mediatisierung und die Macht Napoleons verlor er aber 1806 seine politische Macht zu Gunsten des Großherzogtum Baden, das ein Jahr nach seinem Tod 1810 Gebietsteile an das Großherzogtum Hessen-Darmstadt abtrat, die es als Ergebnis des Wiener Kongresses an das Königreich Bayern weiterreichte.
Am 24. Juni 1749 heiratete er Christiane Wilhelmine Gräfin zu Solms-Rödelheim (24. April 1736 in Rödelheim bei Frankfurt am Main, ? 6. Januar 1803 in Straßburg.
Sein Sohn war Emich Carl zu Leiningen (1763-1814), 2. Fürst zu Leiningen.

