Carl Friedrich Christian Fasch
Carl Friedrich Christian Fasch (18. November 1736 in Zerbst; ? 3. August 1800 in Berlin) war ein deutscher Komponist, er war der Sohn des Barockkomponisten Johann Friedrich Fasch.Bleibenden Ruhm erlangte er durch die Gründung der "Singe-Academie_zu_Berlin" (1791), die später von seinem Schüler Karl Friedrich Zelter (1758?1832), einem Freund von Johann Wolfgang von Goethe, übernommen wurde.
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Seine erste musikalische Ausbildung erhält er bei seinem Vater, der in Zerbst als Hofkapellmeister arbeitet und selbst Schüler von Johann Sebastian Bach gewesen war. Mit 14 Jahren schickt ihn sein Vater nach Neustrelitz, wo er das Violinspiel bei dem dortigen Konzertmeister Johann Gottfried Hertel erlernt. Daneben wird er auf dem Cembalo und der Orgel ein hervorragender Begleiter.
Schon früh beginnt Fasch, kirchenmusikalische Werke zu schreiben, die er jedoch immer wieder vernichtet, weil sie vermutlich seinen Ansprüchen nicht genügen.
1756 kommt er auf Empfehlung Franz Bendas, der Geiger in der Hofkapelle Friedrichs_II. (des Großen) ist, an den preußischen Hof. Neben Carl Philipp Emanuel Bach wird er zum zweiten Hofcembalisten. Eine seiner Aufgaben ist es, den König bei seinen Flötenkonzerten zu begleiten; die Gage beträgt 300 Reichstaler im Jahr.
Von 1774 bis 1776 ist er Hofkapellmeister.
Nachdem Friedrich der II. nach dem Siebenjährigen_Krieg und dem Bayrischen Erbfolgekrieg 1778 die Musik nahezu aufgibt, muss Fasch dennoch alle vier Wochen von Berlin aus zum Hof nach Potsdam reisen, da der König seine wiederkehrenden Entlassungsgesuche ablehnt.
In dieser Zeit widmet er sich vor allem dem Schreiben kunstvoller Kanons, musiktheoretischen Arbeiten und seinen vielfältigen wissenschaftlichen Studien.
Der Berliner Hofkapellmeister Johann Friedrich Reichardt (1752?1814) bringt ihm aus Italien ein Werk des frühbarocken italienischen Komponisten Orazio Benevoli (1605?1672) mit, eine 16stimmige Messe, die Fasch fasziniert und in ihm den Wunsch erweckt, ein ähnliches kunstvolles Werk zu schreiben, was ihm auch gelingt.
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Bei dem Versuch, einen Chor zu finden, der dem Werk gewachsen ist, hat Fasch keinen Erfolg, da weder die ihm zur Verfügung stehenden Schulchöre noch die Hofsänger dem Werk gewachsen sind. So beginnt er, die Messe mit seinen Privatschülern einzustudieren.
Aus diesen Proben, die ab 1790 in privatem Kreis stattfinden, entwickelt sich die Singe-Academie zu Berlin, die am 24. Mai 1791 gegründet wird. Bereits im September des selben Jahres hat der gemischte Chor seinen ersten öffentlichen Auftritt in der Marienkirche mit einer Komposition zum 51. Psalm (Miserere Mei).
Ab dem Jahr 1794 studiert Fasch regelmäßig auch Werke von Johann Sebastian Bach mit dem Chor ein. Komponisten wie Joseph Haydn und Ludwig van Beethoven, der die Sing-Akademie zu Berlin 1796 besuchte, schreiben für den Chor.
Im Verlauf der Jahre bis zu seinem Tod komponiert Fasch eine Reihe weiterer Chorwerke. Die Sing-Akademie zu Berlin selbst erlangt rasch Bekanntheit auch über Berlin hinaus, bei Faschs Tod im Jahr 1800 zählt sie nahezu 100 Mitglieder.
Fasch stirbt am 3. August 1800 und wird auf dem Jerusalemer_Friedhof in der Nähe des Halleschen_Tors beerdigt. Das Grab ist heute Ehrengrab der Stadt Berlin und eines der ältesten erhaltenen Gräber auf dem Friedhof. Der Grabstein trägt als Inschrift den Psalm 40: Ich harrete des Herrn und er neigete sich zu mir. Und hat mir ein neues Lied in meinen Mund gegeben zu loben unseren Gott. Zu seiner Beisetzung wird Mozarts Requiem zum ersten Mal in Berlin aufgeführt.
Herauszuheben von seinen wenigen erhaltenen Kompositionen sind:
Motetten und eine
* 16-stimmige Messe
* "Requiem aeternam" für 8-stg. gem. Chor (Neuausgabe Berlin 2006)
* "Selig sind die Toten" für 4-stg. gem. Chor (Neuausgabe Berlin 2006)
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