Carl Fürstenberg
Carl Fürstenberg (28. August 1850 in Danzig, ? 9. Februar 1933 in Berlin) war ein deutscher Bankier.Fürstenberg arbeitete von 1871 bis 1883 im Bankhaus S. Bleichröder und trat dann als persönlich haftender, geschäftsführender Gesellschafter in die Bank Berliner Handels-Gesellschaft ein, der er bis zu seinem Tod verbunden blieb. Unter Fürstenberg wurde die Bank zu einer der führenden deutschen Banken im Unternehmensgeschäft mit wesentlichem Anteil am Ausbau der Schwerindustrie im Ruhrgebiet und der norddeutschen Werften. Nach dem 1922 geschlossenen deutsch-russischen Vertrag von Rapallo war er der erste westliche Bankier, der mit der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik größere Kreditverbindungen einging.
Als einer der führenden Bankiers bei der Finanzierung der deutschen Montanindustrie war Fürstenberg u.a. Aufsichtsrat der Harpener Bergbau AG, der Mannesmannröhren-Werke, darüber hinaus auch Aufsichtsrat der AEG.
Eine in der Grunewalder Koenigsallee 53 angebrachte Gedenktafel erinnert an lokale Verdienste: Fürstenberg, der ?in dem früher hier stehenden Haus seit 1898 lebte? und dessen Haus ein beliebter gesellschaftlicher Treffpunkt für Künstler, Politiker und Unternehmer war, beteiligte seine Bank ?am Ausbau des Kurfürstendamms und an der Erschließung des Villenviertels Grunewald?.
Von Fürstenberg, der meinte: "Als erstes im Bankgeschäft lernt man den Respekt vor den Nullen", stammen die berühmt gewordenen Bonmots über Kleinaktionäre: "Aktionäre sind dumm und frech. Dumm, weil sie Aktien kaufen, und frech, weil sie dann noch Dividende haben wollen" sowie "Der Reingewinn ist der Teil der Bilanz, den der Vorstand beim besten Willen nicht mehr vor den Aktionären verstecken kann."

