Carl Ernst Christoph Hess
Carl Ernst Christoph Hess (22. Januar 1755 in Darmstadt; ? 25. Juli 1828 in München) war ein Kupferstecher.Hess erlernte in Straßburg das Schwertfegerhandwerk und kam sodann zu dem Ziseleur und Medailleur Hohleisen in Mannheim.
Seit 1776 widmete er sich in Augsburg der Kupferstecherkunst und ging 1777 nach Düsseldorf, um an dem von Peter Joseph Krahe begonnenen großen Galeriewerk zu arbeiten.
1783 begab er sich nach München und von hier nach vierjährigem Aufenthalt nach Italien, wo er in Neapel und Rom Kunststudien machte. Kaum nach München zurückgekehrt, folgte er einem Ruf nach Düsseldorf, um mit Francesco Bartolozzi wieder an dem großen Galeriewerk zu arbeiten.
Er lieferte in der punktierten Manier mehrere ausgezeichnete Blätter, z. B. den Marktschreier nach Gerard Dou, die Himmelfahrt der Maria nach Guido Reni, das Porträt von Rubens und seiner Gattin.
Treffliche Blätter größern Umfangs sind noch eine heilige Familie nach Raffael und das Jüngste Gericht nach Rubens. 1806 siedelte Hess mit der Düsseldorfer Akademie und Galerie nach München über. Hier vollendete er unter anderem einen hl. Hieronymus nach Jacopo Palma, die heiligen drei Könige nach Jan van Eyck und das Bild des Königs Maximilian nach Stieler. Er starb am 25. Juli 1828 in München.
Literatur
Thieme-Becker Bd. 16, 1923, S. 576.

