Carl Buttenstedt
thumb|right|150px|Carl_ButtenstedtCarl Christian Heinrich Buttenstedt (29. Juli 1845 in Volkstedt, Eisleben; ? 20. September 1910 in Berlin-Friedrichshagen) war ?königlicher Bergsekretär? und beschäftigte sich als Autodidakt mit Luftfahrttechnik, dem Vogelflug und Naturphilosophie.Leben
Nach seiner aktiven Militärdienstzeit, die er unter anderem als Lehrer an der militärischen Ausbildungsanstalt in Weißenfels ableistete, war Carl Buttenstedt in der Bergwerksverwaltung, zunächst in Artern, später in Rüdersdorf bei Berlin tätig. Seine flugtechnischen Studien betrieb er nebenher als Autodidakt.
Flugtechnik
Buttenstedt arbeitete auch unter dem Pseudonym A. Werner-Magdeburg an der Vereinszeitschrift des Deutschen_Vereins_zur_Förderung_der_Luftschiffahrt mit. Er veröffentlichte zahlreiche Artikel und BücherCarl Buttenstedt: Das mechanische Princip des Fluges, Wien 1891 Carl Buttenstedt: Das Flugprincip. Eine populär-wissenschaftliche Naturstudie als Grundlage zur Lösung d. Flugproblems, Berlin 1892 Carl Buttenstedt: Mechanik, Luftschiffahrt, Zeit und Geld., 1893 Carl Buttenstedt: Das Fluggeheimniss des Luftmediums, 1894 über Ballone und Theorien zum Segelflug. Wesentliche Teile seiner Schriften beschäftigen sich mit der Auseinandersetzung mit Otto Lilienthal. Da Buttenstedt physikalische_Grundgrößen in eigener Interpretation verwendet, bezeichnet Lilienthal ihn als ?Gefühlsmechaniker?. Buttenstedt behauptete unter anderem, Lilienthals erste erfolgreiche Schwebeversuche seien u.a. auf seine persönlichen Anregungen zurückzuführen.
Buttenstedts genaue Beobachtungen des Vogelflugs und seine Theorien haben die Flugtechnik nicht beeinflusst.
Naturphilosophie
Weniger bekannt ist, dass Carl Buttenstedt sich auch naturphilosophisch-esoterisch betätigt hat und die _naturistisch ausgerichtete ?Buttenstedt'sche Empfindungsphilosophie? begründete Die Zeitschrift Hellas bzw. Deutsch Hellas, (Hg. Hermann Dames) erschien mindestens 1907-08 Carl Buttenstedt: Unsere Bestimmung!: eine Naturstudie, 1900. Besonders die Buttenstedt'sche Glücksehe wurde Anfang des 20. Jh. kurzzeitig recht bekannt, weil in der entsprechenden Schrift eine Verhütungsmethode beschrieben wurde, bei der der Ehemann mehrmals täglich Milch aus der Brust seiner Frau saugen sollte, um die monatliche Regel zum Erliegen zu bringen Carl Buttenstedt: Die Glücksehe: Die Offenbarung im Weibe - eine Naturstudie Universallexikon der Sittengeschichte und Sexualwissenschaft, Institut für Sexualforschung Wien 1928?1932. Diese Art der Verhütung wird heute ?Laktationsamenorrhö-Methode? genannt, ohne dass man sie mit Buttenstedt in Verbindung bringt.

