Yamatonuma-Garnele
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! Wissenschaftlicher_Name
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| class="taxo-name" | Caridina multidentata
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Die Yamatonuma-Garnele (jap. ???? yamatonuma-ebi), Amano-Garnele oder Japanische Süßwassergarnele wird unter dem wissenschaftlichen Namen Caridina multidentata geführt. Sie ist eine Art aus der Familie der Süßwassergarnelen und spielt heute in der Aquaristik eine große Rolle.
Benennung
Die Caridina multidentata wurde lange Zeit als Caridina japonica bezeichnet. Da inzwischen bekannt ist, dass diese Garnele bereits vor der Beschreibung als Caridina japonica schon einmal beschrieben wurde, erhielt sie ihren ursprünglichen Namen Caridina multidentata zurück. Der älteste bekannte Name hat hier Vorrang, daher die ?Umbenennung?. Zuweilen findet sich aber (z. B. im Handel) noch heute die veraltete Bezeichnung wieder.
Erscheinungsbild
Der Körper der Yamatonuma-Garnelen ist leicht durchscheinend. An den Seiten befinden sich linienförmig angeordnete Punkte. In Abhängigkeit des Huminsäuregehaltes im Wasser kann die Garnele auch ein leicht rötlichbraunes Aussehen annehmen. Die Garnele erreicht eine Länge von max. 5 Zentimeter (wobei die Männchen meist etwas kleiner bleiben). In Gefangenschaft beträgt ihre maximale Lebenszeit bis zu 8 Jahren.
Verbreitungsgebiet und Nahrungsspektrum
Die Yamatonuma-Garnele stammt aus dem südlichen Teil Zentraljapans. Sie lebt dort in Flüssen, die frischgeschlüpften Larven werden jedoch ins Meer gespült und wandern erst die Flüsse wieder hinauf, wenn sie eine Länge von mindestens einem Zentimeter erreicht haben. Die Yamatonuma-Garnele ist damit für die Fortpflanzung auf Meerwasser angewiesen. Fortpflanzungserfolge, die in der aquaristischen Literatur bei der Haltung in Süßwasseraquarien beschrieben werden, beziehen sich vermutlich auf eine andere, aber sehr ähnlich aussehende Art, die im östlichen Taiwan beheimatet ist.In ihrem Lebensraum ist die Yamatonuma-Garnele ein Allesfresser.
Haltung im Aquarium
Die Haltung der Yamatonuma-Garnele ist vor allem durch den japanischen Aquarianer und Fotograf Takashi Amano bekannt gemacht worden, weshalb diese Garnelenart im Handel auch unter dem Namen Amano-Garnele angeboten wird. Da diese Garnelen vorzügliche Algenfresser sind, setzt Amano diese Garnele in seinen Becken regelmäßig zur Algenbekämpfung ein. Algen werden von den Garnelen, sobald sie im Aquarium aufkommen, entdeckt und gierig gefressen. Sind die Algen bereits zu groß, interessieren sie sich nicht mehr sonderlich dafür. Die Kiesel (bis 0,5 mm) des Bodengrunds werden von den Garnelen aufgenommen und rundum gereinigt. Der Bodengrund wird dabei nicht so stark aufgewühlt wie es z.B. bei Welsen der Fall ist wodurch kleinwurzelige Pflanzen nicht ausgegraben werden. An den Beckenscheiben sind sie eher selten zu sehen.
Die Art ist friedlich, sie lässt sich sehr gut mit Fischen gemeinsam halten. Das Temperaturspektrum, in dem die Art sich wohlfühlt, reicht von 15 bis 28 Grad Celsius. Der pH-Wert sollte zwischen 5,5 und 8,0 liegen.
thumb|left|300px|Mundwerkzeuge_der_Amano_Garnele
Die Haltung sollte in größeren Gruppen erfolgen, Empfehlung: mindestens 15 Tiere bei einem 60 Liter-Becken, größere Becken gern mehr.
Sehr sensibel muss das Einsetzen geschehen. 3-stündiges Eintropfenlassen von Aquariumwasser bis zur Mischung von mindestens drei Teilen AQ-Wasser auf ein Teil Transportwasser. Danach vorsichtiges Einbringen der Garnelen (ohne Transportwasser). Das Ganze bei möglichst gedämpfter Beleuchtung.
Zucht im Aquarium
Die Yamatonuma-Garnele gehört zum primitiven Fortpflanzungstyp. Es werden somit nicht fertige kleine Garnelen zur Welt gebracht, wie das zum Beispiel bei der Kristallroten_Zwerggarnele der Fall ist, sondern es schlüpfen kleine Larven aus den Eiern, welche verschiedene Entwicklungsstadien durchleben.
Die Zucht der Yamatonuma-Garnele ist im Süßwasser-Aquarium nicht ohne weiteres möglich. Hier können die kleinen frisch geschlüpften Garnelenlarven nicht überleben! Wie oben beschrieben benötigen sie Salzwasser, um zu ausgewachsenen Garnelen heranzuwachsen. Dies ist im Aquarium möglich, sofern man einige Besonderheiten beachtet. Die Zucht der Yamatonuma-Garnele ist jedoch von vielen weiteren Umständen abhängig und funktioniert in der Regel nicht auf Anhieb.
In der Wildnis halten sich diese Garnelen in Süßwassergebieten auf und begeben sich nach dem Heranreifen der befruchteten Eier in Salzwasser. Dort setzen sie die Larven ab und begeben sich wieder zurück ins Süßwassergebiet.
Im Aquarium sollte man die eiertragenden Weibchen beizeiten in ein anderes Aquarium mit Salzwasser umsetzen, damit die Larven die Möglichkeit haben das Larvenstadium zu überleben.
Je nach Salzgehalt kann das aber für das Weibchen tödlich enden. Besser ist es die Larven aus dem normalen Becken abzusaugen und in ein Salzwasserbecken zu überführen.
Am sichersten funktioniert die Nachzucht, indem man ein zweites Aquarium mit Brackwasser eingerichtet hat, das schon einige Wochen eingefahren ist. Somit stehen den kleinen Larven auch bereits Algen als Nahrung zur Verfügung. Denn die kleinen Larven ernähren sich bereits von Algen. Als weiteres Futter können kleine Artemia-Nauplien und auch Trockenfutter gereicht werden. Ist dieses ?Zucht-Aquarium? bereits eingefahren, sollten die Larven genügend Futter finden.
Nach dem Schlüpfen der Larven häuten sich die Garnelen fast täglich, da der Chitinpanzer nicht mitwächst.
Weblinks
*http://www.caridinajaponica.de - Sehr detaillierte Anleitungen zur Zucht und Haltung
• PDF-Datenblatt Amanogarnele

