Mariendistel
Die Mariendistel (Silybum marianum''), auch unter dem Namen Christi Krone, Fieberdistel, Frauendistel, Heilandsdistel, Marienkörner oder Stechkörner bekannt, gehört zur der Carduoideae.
Beschreibung
Diese bis zu 150 cm große krautige Pflanze stammt ursprünglich aus Südeuropa, Südrußland, Kleinasien und Nordafrika. Man erkennt Sie an ihren großen, grün weiß marmorierten Blättern, die dornig gezähnt sind.
Die Korbblütenstände sind purpurrot gefärbt und kugelförmig. In den Blütenständen entwickeln sich samenartige Früchte, die zu Heilzwecken verwendet werden. Die Mariendistel wird in Gärten und Kulturen gezogen. Sie neigt zum Verwildern, deshalb findet man sie auch manchmal an warmen und trockenen Plätzen.
Inhaltsstoffe
Der Wirkstoffkomplex Silymarin wirkt leberschützend, leberstärkend, entgiftend und regt den Gallenfluss sowie die Zirkulation an.
Aus den Früchten der Mariendistel wird Silibinin gewonnen. Dieser Wirkstoff ist ein essentieller, leberschützender Therapiebestandteil bei Vergiftungen durch den Knollenblätterpilz.
Weitere Wirkstoffe: Bitterstoff, biogene Amine, Gerbstoff, Farbstoff, wenige ätherische_Öle, unbekannte scharfe Substanzen und Harze.
Ernte und Aufbereitung
Die Samen werden in den Monaten August und September reif und werden nach der Ernte an der Luft getrocknet.
Vorkommen
Als Standort werden Ruderalstandorte wie Schuttplätze, Wegränder, Viehweiden über meist trockenen, steinigen Böden bevorzugt. Die Art ist vor allem zirkummediteran verbreitet, sie kommt aber auch in Südwestasien, auf den Kanaren, den Azoren und auf Madeira vor. In Mitteleuropa ist sie mancherorts eingebürgert.
Anbau
Sie wird heute auf großen Plantagen in Österreich (Waldviertel), Ungarn, Deutschland (WW), Argentinien, Venezuela und China angebaut.
Heilwirkung und Anwendung
Die Mariendistel ist die Pflanze für die Leber.
Weitere Anwendungen:
Gallenbeschwerden, Leberleiden, Magen- Darmbeschwerden, Migräne, Reisekrankheit, evt. Trigeminusneuralgie, Krampfadern, Pfortaderstauung.
Name
Der Name der Mariendistel entstammt einer alten Legende, nach der die weißen Flecken auf ihren Blättern von der Milch der Jungfrau Maria stammen.
Bilder
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