Gemeine Strandkrabbe
Die Gemeine Strandkrabbe (Carcinus maenas) ist eine weltweit verbreitete Krabbenart und ein häufiger Bewohner der Meeresküsten. Innerhalb der Gruppe der Krabben hat sie keine außergewöhnlichen Eigenschaften, ist also so etwas wie eine 'durchschnittliche' Krabbe.Merkmale
Strandkrabben haben das typische Äußere einer Krabbe. Der Durchmesser des Carapax kann bis zu 8 cm betragen, wird vereinzelt aber auch größer. Die Färbung ist sehr variabel, meist ist der Körper in Grün- oder Brauntönen gefärbt, wobei die Körperunterseite in der Regel hellere Farbtöne aufweist.
Verbreitung
Das angestammte Verbreitungsgebiet der Gemeinen Strandkrabbe erstreckt sich von der Ostsee im Osten, Island im Westen, Nordafrika im Südwesten und Zentral-Norwegen im Norden. In diesem Gebiet ist sie eine sehr häufige Krabbenart. Im Mittelmeer findet sich stattdessen die eng verwandte Art Carcinus aestuarii.
Lebensweise
Die Art besiedelt alle Typen halbwegs geschützt gelegener Lebensräume im Meer und Brackwasser, mit Untergründen von Schlamm über Sand bis zu Felsen, in Unterwasserpflanzen und Marschen.
Carcinus ist in seiner Kost nicht sehr wählerisch: Er frisst eine Vielzahl von Molluskenarten, Würmer, andere Krebstiere (wie bei Krabben üblich, werden auch manchmal Artgenossen, die sich gerade gehäutet haben, vertilgt) und andere Beute, die mit den kräftigen Scheren überwältigt werden kann. Strandkrabben verschmähen auch Aas nicht.
Die Tiere können ihre Kiemen in den Kiemenhöhlen feucht halten, so dass sie bei Ebbe viele Stunden an der Luft überleben und auf freiligenden Wattflächen und zwischen Felsen umherlaufen können.
C. maenas toleriert einen großen Bereich des Salzgehaltes im Wasser von 0,4 bis 5,2 %, was ihm auch den Aufenthalt im Brackwasser von Flussmündungen erlaubt. Er überlebt bei Temperaturen von 0°C bis 30°C.
Die Strandkrabbe als Schädling
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Die Krabbe wurde in Südafrika, Australien und an beiden Küsten Nordamerikas eingeschleppt. Dort vermehrt sie sich invasionsartig. Auch gibt es Beobachtungen aus Südamerika, Hawaii, Madagaskar und Südasien, einige bereits im 19. Jh. Die Verbreitung erfolgte möglicherweise über das Ballastwasser großer Schiffe.
Da C.maenas auch von Muscheln und anderen Krebsen lebt, tritt er als Schädling der Muschel- und Krabbenfischerei auf.
Quellen
*E. D. Grosholz: The impacts of a nonindigenous marine predator in a California bay. Ecology, 81(5), 2000, 1206-1224
*J. T. Carlton: Episodic global dispersal in shallow water marine organisms: the case history of the European shore crabs Carcinus maenas and C. aestuarii''. Journal of Biogeography, 30(12), 2003, 1809-1820
Weblinks
• Washington Department of Fish and Wildlife
• einige Bilder

