Carbofuran
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Carbofuran ist ein Insektizid, Akarizid und Nematizid mit breitem Wirkungsspektrum. Es gehört zur Stoffgruppe der Carbamate. Im Englischen, Französischen und Spanischen wird es ebenfalls als Carbofuran bezeichnet.
Wirkung
Carbofuran ist ein systemisch wirkendes Insektizid mit Wirkung als Fraß- und Kontaktgift.
Seine Wirkung von beruht auf der Hemmung der Cholinesterasen Acetylcholinesterase (AChE) und Butyrylcholinesterase (BuChE).
Verwendung
Pflanzenschutz
Carbofuran ist in der Schweiz und in Österreich gegen eine Vielzahl von Schadinsekten im Erwerbsgartenbau zugelassen. In Österreich kann es zur Beizung von Rübensamen verwendet werden. Es kommt in der Regel als 5 %iges Granulat in den Handel, zur Saatgutbeizung als Suspensionskonzentrat.
In der Bundesrepublik Deutschland ist Carbofuran kein zugelassener Wirkstoff, bei Bedarf wurden jedoch schon Ausnahmegenehmigungen erteilt [http://www.landwirtschaftskammer.de/fachangebot/pflanzenschutz/gemuesebau/11/carbosip.pdf Eine Ausnahmegenehmigung für Einsatz in D (pdf)].
Toxizität
Als LD50 wurden bei der Ratte 8,2-14,1 mg/kg Körpergewicht, beim Hund 19 mg/kg Körpergewicht ermittelt. Bei Langzeituntersuchungen (Ratte, 2 Jahre) lag der NOEL bei 10 mg/kg Futter, ab 100 mg/kg Futter trat eine Wachstumsdepression auf. Werner Perkow ?Wirksubstanzen der Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel?, 2. Auflage, Erg. Lfg. März 1992, Verlag Paul Parey
Umweltverhalten
Die Halbwertszeit für den Abbau im Boden beträgt 8-13 Tage. Die Mobilität im Boden ist hoch. Carbofuran ist bienentoxisch.
Quellen
Weblinks
• Information zur Giftigkeit
• Information der US-amerikanischen Umweltbehörde (engl.)
• WWF Österreich: Erste Hilfe durch den Tierarzt

