Caravaggio (Film)
Caravaggio ist eine Filmbiografie von Rom. Seinen Künstlernamen Caravaggio legt er sich nach seinem Geburtsort zu.
Erfolglos und krank liegt er in einem Krankenhaus. Hier entdeckt der Kardinal Del Monte (Michael Gough) das Talent des Künstlers, der sich selbst als Bacchus porträtierte. Del Monte nimmt den jungen Künstler in seine Obhut, und schon bald erhält dieser wichtige öffentliche Aufträge.
Sein Umgang und die ungewöhnlich realitätsbezogenen Darstellungen machen ihn zur Zielscheibe zahlreicher Angriffe, vor denen ihn die Macht des reichen Bankiers Giustiniani (Nigel Davenport) beschützt.
Die Bekanntschaft des Spielers Ranuccio und dessen Geliebter, der Prostituierten Lena (Tilda Swinton) hatte Caravaggio in einem Gasthaus gemacht. Caravaggio, der seine Modelle oft unter den Armen findet und von deren Leben angezogen wird, lässt sich auf eine brisante Dreierbeziehung ein und nimmt die beiden als Modell.
Lena lernt den einflussreichen Kardinal Borghese (Robbie Coltrane) kennen und lässt sich mit diesem ein, gerade als Caravaggio sie als Maria Magdalena porträtiert. Dies setzt eine Spirale der Gewalt in Bewegung, in deren Verlauf Caravaggio selbst zum Mörder wird. Als Lena schwanger wird, steht nicht fest, wer von beiden nun eigentlich der Vater ist. Sie verlässt die beiden, um zu Borghese zu gehen, denn Caravaggio und Ranuccio hätten ja einander.
Als sie später tot aufgefunden wird, ertränkt im Tiber, wird Ranuccio verhaftet und des Mordes angeklagt, trotzdem dieser beteuert, dass er unschuldig sei und Borghese dies gewesen sei. Caravaggio glaubt an seine Unschuld und verbreitet Gerüchte, dass Borghese, der Neffe des Papstes es gewesen sei. Er schafft es eine Audienz beim Papst zu erhalten und diesem eine Petition zu übergeben. Er wird von diesem beschimpft hinsichtlich Homosexualität und Lebenswandel und wegen dieser unleidlichen Tomassoni-Affäre. Es wird ihm aber mitgeteilt, wenn sein nächstes Bild des Papstes Anerkennung erlange, würde Ranuccio aus der Haft entlassen.
Wie besessen malt Michelangelo Caravaggio die bei ihm im Studio aufgebahrte tote Lena, er vollendet sein Gemälde "Der Tod Mariens". Kaum hat der nun wieder in Freiheit befindliche Ranuccio den Raum betreten, amüsiert er sich, dass sie "die ordentlich aufs Kreuz gelegt hätten" und als der verwirrte Freund ihn fragt, wie er das meinen würde, meinte sein Modell, ob er denn blind sei. Natürlich sei er es gewesen, der sie umgebracht habe. Er habe es aus Liebe getan, für Caravaggio, für sie beide. Im Affekt schlitzt der nun Ranuccio die Kehle auf.
Es beginnt nun für den Künstler eine vierjährige Flucht, immer in Begleitung des treuen Dieners Jerusaleme, den er als Kind für seine Dienste als Malergehilfe gekauft hatte, welcher bis zu seinem Tod bei ihm ausharrt.
Auszeichnungen
*Der Regisseur und Drehbuchautor Derek Jarman gewann bei der Berlinale_1986 den C.I.D.A.L.C.-Award und den Silbernen_Bären sowie 1987 beim International Istanbul Film Festival den Spezialpreis der Jury.
Kritik
• Caravaggio bei www.film.at
Weblinks
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• Beschreibung und Kritik Caravaggio

