Karakal
Der Karakal (Caracal caracal) ist eine afroasiatische, mittelgroße Luchsen wird er manchmal auch als Wüstenluchs bezeichnet.
Merkmale
Der Karakal ist von luchsartiger Gestalt; insbesondere seine zugespitzten Ohren sind groß und gepinselt, allerdings sind die Pinsel im Verhältnis länger als die eines Luchses. Die hinten schwärzlichen Ohren sind mit Weiß durchsetzt. Das Hinterteil überragt in geringem Maße die Schultern. Der für den Luchs typische Backenbart fehlt ihm, dagegen hat er ähnlich wie dieser einen katzenuntypisch kurzen Schwanz. Die schwarzweiße Gesichtszeichnung fällt um Maul und Augen auf. Sein Fell ist je nach Region von ockergelber, grauer oder weinroter Farbe. Die helle Bauchseite ist leicht gefleckt.
Die Kopfrumpflänge beträgt 65 cm, hinzu kommen 30 cm Schwanz, die Schulterhöhe beträgt 45 cm.
Lebensraum
Trotz des Namens "Wüstenluchs" ist der Karakal nicht an Wüsten gebunden, sondern lebt in allen trockenen Habitaten wie Halbwüsten, Steppen und Trockenwäldern. Reine Sandwüsten sind dagegen nicht sein Habitat. Er lebt in Afrika, wo er nur in den feuchten zentralafrikanischen Waldgebieten und der Zentralsahara fehlt, sowie in Südwestasien von der Arabischen_Halbinsel über Persien bis zum Aralsee und nach Nordwestindien. Die Bestände nehmen durch Bejagung zwar ab, aktuell wird die Art jedoch von der Roten Liste der IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources) noch unter "least concern" geführt
Lebensweise
Der Karakal ist ein nachtaktiver Einzelgänger. Seine Beutetiere sind Hasen und Nagetiere, seltener auch Zwergantilopen und Vögel. Er soll sehr schnell rennen können, bejagt seine Beute aber trotzdem, indem er sich an sie heranschleicht und überraschend anspringt. Trinken muss er offensichtlich nur wenig, sondern deckt seinen Flüssigkeitsbedarf weitgehend aus den Beutetieren. Im Iran wurden in der Vergangenheit und zum Teil auch heute noch Karakale abgerichtet, um Menschen als Jagdbegleiter zu dienen.
Weblinks
• Karakal im Tierlexikon.ch
*

