Iberiensteinbock
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! Wissenschaftlicher_Name
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| class="taxo-name" | Capra pyrenaica
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| class="Person" | Schinz, 1838
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Der Iberiensteinbock (Capra pyrenaica) ist eine auf der iberischen_Halbinsel verbreitete Art der Ziegen. Die Steinbock-Bestände der Alpen, Ägyptens und Westasiens werden meist zu einer eigenen Art, dem echten oder Alpensteinbock (Capra ibex) gerechnet. Der Artstatus der Steinböcke des Kaukasus und Äthiopiens ist umstritten.
Aussehen
thumb|left|130px|juveniles_Männchen
Der Iberische Steinbock (Capra pyrenaica) wirkt kleiner und zierlicher als der gemeine Steinbock. Seine Kopfrumpflänge beträgt 100 - 140 cm, seine Schulterhöhe 65-75 cm und das Gewicht liegt bei etwa 40 kg (Weibchen) bzw. 80 kg (Böcke). Das Fell ist hellbraun gefärbt und ähnelt dem der Bezoarziege. Im Sommer ist es hell- bis rotbraun. Das Gehörn des Iberiensteinbocks ist anders geformt als das des Alpensteinbocks. Es wird beim Bock bis zu 75 cm lang. Sie krümmen sich zuerst nach außen und oben, später nach innen zurück und haben eine scharfe Hinterkante. Die Geiß besitzt nur kurze, kaum gebogene Hörner.
Verbreitungsgebiet und Unterarten
Ursprüngliches Verbreitungsgebiet waren die Pyrenäen und mehrere Bergketten Spaniens und Portugals. Heute ist es durch heftige Bejagung jedoch stark geschrumpft, weshalb die gesamte Art potentiell gefährdet ist.
Vier Unterarten werden unterschieden, von denen zwei ausgestorben sind. Der Portugiesische Steinbock (C. p. lusitanica) wurde bereits 1890 ausgerottet. Der eigentliche Pyrenäen-Steinbock (C. p. pyrenaica) wurde im 19. Jahrhundert auf der französischen Seite der Pyrenäen ausgerottet; in den 1980ern gab es auf der spanischen Seite noch 30 Tiere, in den 1990ern fiel sie weiter; das letzte lebende Exemplar, ein Weibchen, starb am 6. Januar 2000, womit die Unterart ausgestorben war. Da die Population streng geschützt und bewacht war, sind die Gründe des Aussterbens rätselhaft; vermutet wird eine Anfälligkeit für Infektionen, die von Rinder- und Ziegenherden ausgingen.
Versuche diese Unterart durch Klonen wieder zum Leben zu erwecken sind bisher gescheitert.
Die zwei weiteren Unterarten sind einigermaßen gesichert: C. p. hispanica aus dem Südosten Spaniens zählt etwa 8000 Exemplare. Der Gredos-Steinbock (C. p. victoriae) aus Zentral-Spanien war 1905 bis auf zwölf Tiere ausgerottet; diese wurden aber streng geschützt und konnten sich heute wieder zu einer Population von 3500 vermehren. Da dieser Bestand aber noch immer nicht wirklich gesichert ist, gilt die Unterart weiter als gefährdet.
Lebensweise
Wie andere Steinböcke und Wildziegen bewohnt die Art felsiges oder bergiges Gelände.
In Lebensweise und Ernährung unterscheidet sich die Art kaum vom gewöhnlichen Steinbock. Wie dieser ernährt er sich von Gräsern, Kräutern und Blättern. Die Paarungszeit fällt in die Zeit zwischen November und Januar. In dieser Zeit leben die Tiere in gemischten Gruppen von etwa 10 Tieren, die aus Böcken und Geissen bestehen. Ab Februar verlassen die alten Böcke diese Gruppen. Im April, wenn die trächtigen Weibchen ihre Jungen gebären, verlassen auch die halbwüchsigen die Gruppen. Im Herbst bilden sich dann wieder größere gemischte Herden. Die Tragezeit beträgt sechs Monate und endet im Mai mit der Geburt eines Jungtieres (Kitz), in seltenen Fällen auch Zwillingen.
Literatur
* Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World. Johns Hopkins University Press, 1999 ISBN 0801857899
* Macdonald D. : Die Große Enzyklopädie der Säugetiere, Könemann Verlag in der Tandem Verlag GmbH, Königswinter, 2004.
Weblinks
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