Capitulatio de partibus Saxoniae
Die Capitulatio de partibus Saxoniae ist ein 785 von Karl_dem_Großen erlassener Gesetzestext. Er diente der Zwangschristianisierung der soeben unterworfenen Sachsen und damit der Festigung der fränkischen Macht. Die hierfür erlassenen Bestimmungen zeichneten sich durch äußerste Härte aus.Das Ausbleiben aktiver Bekehrungsarbeit und die gleichzeitige Eintreibung des Kirchenzehnts wurden bereits von Alkuin, einem wichtigen Berater Karls des Großen, scharf kritisiert. Folglich blieb die erhoffte Wirkung weitgehend aus und das heidnische Gedankengut blieb verbreitet. Dies gipfelte schließlich 793 im erneuten Aufstand der Sachsen, nach dessen Niederwerfung die Capitulatio de partibus Saxoniae durch die moderatere Capitulare Saxonicum ersetzt wurde, welche eine schrittweise Eingliederung der Sachsen ins Fränkische Reich einleitete.
Siehe auch: Sachsenkriege (Karl der Große)
Übersetzung
Übersetzung bei E. Schubert, Die Capitulatio de partibus Saxoniae (Fs. H. Schmidt, 1993, Anhang S. 26-28):
Originaltext
MGH Capit. 1 (1883) S. 68-70:

