Cape Canaveral Air Force Station
Die Cape Canaveral Air Force Station (CCAFS) ist ein Raketenstartgelände der U.S._Air_Force am Cape_Canaveral in Florida, nördlich von Cocoa Beach ( ).Während des Mercury-, Gemini- und Apollo_7) starteten ebenfalls hier. Seit dem Flug von Apollo 8 im Dezember 1968 starten jedoch alle bemannten Raketen der USA im direkt nordwestlich gelegenen Weltraumbahnhof der NASA dem Kennedy Space Center.
Von hier werden Starts mit einer Bahnneigung von 28 Grad bis 57 Grad durchgeführt. Satelliten mit einer Bahnneigung von mehr als 56 Grad werden von der Vandenberg Air Force Base an der Westküste gestartet.
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Geschichte
Im September 1948 wurde das Gelände um Cape Canaveral als Banana River Naval Air Station in Betrieb genommen. Am 11. Mai 1949 wurde es ausgewählt, um die Startkapazitäten von White_Sands_(WSMR) in New Mexiko zu erweitern.Zu Ehren von US-Präsident John F. Kennedy wurde die Cape Canaveral Air Force Station 1964 in Cape Kennedy Air Force Station umbenannt. 1973 erhielt die Basis wieder ihre alte Bezeichnung. Der Name wurde aber 1992 erneut geändert: die CCAFS hieß für acht Jahre Cape Canaveral Air Station (CCAS). Im März 2000 änderte die US-Luftwaffe den Namen wieder zurück, um den militärischen Status zu verdeutlichen. Seither trägt das Gebiet wieder die Bezeichnung Cape Canaveral Air Force Station.
Der erste Start von Cape Canaveral fand am 24. Juli 1950 statt. Eine Bumper_8 hob um 14:28 UTC vom Startkomplex LC-3 der CCAFS ab. Bei der Bumper-8-Rakete handelte es sich um eine V2, die um eine amerikanische Oberstufe erweitert war.
In der Zeit ab 1956 wurden mehrere Starts mit Jupiter-, Vanguard-, Thor- und Atlas-Raketen durchgeführt.
Mit einer Jupiter-Rakete wurde am 31. Januar 1958 der erste US-amerikanische Satellit Explorer 1 in den Weltraum befördert. Auf den Redstone- und Atlas-Raketen aufbauend, wurde mit Mercury das erste bemannte Programm unter der Leitung der 1958 gegründeten NASA entwickelt. Die erste bemannte Rakete (Mercury-Redstone 3) wurde am 5. Mai 1961 mit der Mission Freedom 7 zu einem ballistischen Flug gestartet. Auf der Titan_2 basierend wurde das bemannte Programm mit Gemini fortgesetzt.
Mit LC-34 und LC-37 entstanden auf dem nördlichen Gelände die ersten reinen NASA-Startrampen für die Saturn/Apollo-Missionen. Kurz danach wurde dann auch der Startkomplex LC-39 mit drei Startplätzen, von denen jedoch nur zwei gebaut wurden, für die Saturn_V geplant. Bei einem Test der Apollo 1 am 27. Januar 1967 kam es zu einer Katastrophe auf der Startrampe, bei der die Besatzung (Virgil Grissom, Edward_White und Roger_Chaffee) ums Leben kam.
Vom LC-34 startete man am 11. Oktober 1968 zur ersten bemannten Apollo-Mission (Apollo 7). Am 16. Juli 1969 folgte mit einem Start von LC-39A mit Apollo 11 der Flug zum Mond mit der ersten bemannten Mondlandung.
Das Space-Shuttle-Programm begann am 12. April 1981 mit dem Start der Raumfähre Columbia vom LC-39A. Am 28. Januar 1986 kam es mit der Mission STS-51-L zu einer weiteren Katastrophe. 73 Sekunden nach dem Start von LC-39B explodierte die Raumfähre Challenger, wobei die Besatzung ums Leben kam.
Startrampen
siehe auch
Kennedy Space Center
Wallops Flight Facility
Vandenberg Air Force Base
Kodiak Launch Center
Weblinks
• Cape Canaveral Air Force Station Virtuelle Tour (englisch)
• Startplatzübersicht Cape Canaveral (englisch)

