Cannabinoid-Rezeptor 1
Der Cannabinoid-Rezeptor 1 (oder offiziell kurz: CNR1, oder alternative abgekürzte Bezeichnungen: CB1, CNR, CB-R, CB1A, CANN6, CB1K5) vermittelt die Wirkungen endogener Cannabinoide wie auch exogen zugeführter Cannabinoide wie z.B. Δ-9-Tetrahydrocannabinol aus Marijuana im zentralen Nervensystem und ist damit ein Bestandteil des Endocannabinoid-Systems. Es handelt sich um einen transmembranösen G-Protein-gekoppelten_Rezeptor, der die intrazelluläre Adenylatcyclase-Aktivität hemmt.Genetik
Der CNR1 wird auf dem Chromosomenabschnitt 6q14-q15 kodiert und wird in ein 472 Aminosäuren großes Protein transkribiert. Es sind Polymorphismen beschrieben, die mit unterschiedlicher Anfälligkeit für Suchtsymptome nach kurzzeitigem Cannabiskonsum Hopfer, C.J. et al. (2006): [http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?db=PubMed&cmd=Retrieve&list_uids=16917946 Cannabis receptor haplotype associated with fewer cannabis dependence symptoms in adolescents.] Am J Med Genet B Neuropsychiatr Genet. 2006 Dec 5;141(8):895-901., schwere Alkoholabhängigkeit Schmidt, L.G. et al. (2002):[http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?db=PubMed&cmd=Retrieve&list_uids=11841893 Association of a CB1 cannabinoid receptor gene (CNR1) polymorphism with severe alcohol dependence.] Drug Alcohol Depend. 2002 Feb 1;65(3):221-4. oder bestimmten Formen der Schizophrenie Ujike, H. et al. (2002): [http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?db=PubMed&cmd=Retrieve&list_uids=12082570 CNR1, central cannabinoid receptor gene, associated with susceptibility to hebephrenic schizophrenia''.] Mol Psychiatry. 2002;7(5):515-8. einhergehen können.
Liganden
Folgende endogene Cannabinoide können den Cannabinoid-Rezeptor 1 aktivieren:
• 2-Arachadonoylglycerol
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Folgende exogene Cannabinoide können den Cannabinoid-Rezeptor 1 aktivieren:
*Δ-9-Tetrahydrocannabinol] (der Hauptwirkstoff des Marijuana)
•
*...
Folgende Stoffe können den Cannabinoid-Rezeptor 1 blockieren:
*opiatunabhänige, stressinduzierte Analgesie (Schmerzhemmung).
Ferner werden über ihn folgende Wirkungen vermittelt: Hypothermie, motivationale Wirkungen (Suchtverhalten), vermehrter Appetit, neuroprotektive Wirkungen nach Hirnverletzungen, Löschung unangenehmer Erinnerungen (Angstminderung), Verminderung der Knochenmasse.
Referenzen
Weblinks
• CNR1 auf Gene
• CNR1 auf OMIM
• CNR1 auf KEGG
• CNR1 auf UniProt

