Cancrinit
{{Mineral|Mineralname=
|Bild= Cancrinite 3166.jpg
|Bildbeschreibung=
|Chemismus= Na6Ca2[(CO3)2
|Mineralklasse= Gerüstsilikate (Tektosilikate); Cancrinitgruppe
|Kurzform_Strunz= VIII/J.09-010
|Kurzform_Dana= 76.2.5.3
|Kristallsystem= hexagonal
|Kristallklasse= hexagonal-pyramidal, P 63
|Farbe= farblos, weiß, gelb, orange, blau
|Strichfarbe= weiß
|Mohshärte= 5 bis 6
|Dichte= 2,4
|Glanz= Fettglanz, Glasglanz, matt
|Transparenz= undurchsichtig, selten durchsichtig
|Bruch= uneben bis muschelig
|Spaltbarkeit= gut
|Kristallhabitus= prismatische Kristalle, körnige oder massige Aggregate
|häufige_Kristallflächen=
|Zwillingsbildung=
|Brechzahl= ω=1,507-1,528 ; ε=1,495-1,503
|Doppelbrechung= Δ=0,012-0,025
|optische_Orientierung= einachsig negativ
|Pleochroismus= farblos
|Dispersion=
|Phasenübergang=
|Schmelzpunkt=
|chemisches_Verhalten= in warmer Salzsäure löslich
/'>ähnliche_Minerale= Mineralklasse der Silikate, genauer ein Gerüstsilikat und das namensgebende Mineral der Cancrinitgruppe. Es kristallisiert im hexagonalen_Kristallsystem mit der chemischen Formel Na6Ca2[(CO3)2
Cancrinit zählt zu den Foiden und ist nach dem russischen Minister E.F. Kankrin (1774-1845) benannt.
Struktur
Die Cancrinitstruktur kann als eine hexagonal Zeolithchemie als Epsilonkäfige bezeichnet. Die räumliche Anordnung der Käfige, wie sie in Abbildung 2 gezeigt ist, führt zur Ausbildung eines eindimensionalen Kanalsystems in Richtung der kristallographischen c-Achse. Die Elemente Aluminium, Silicium und Sauerstoff bilden die Käfige des Gerüstes. Die Natrium-Kationen sind zum Teil in den Käfigen und zum Teil in den Kanälen lokalisiert. CO3-Anionen finden sich nur in den Kanälen.
Bildung und Fundorte
Cancrinite kristallisieren, ähnlich wie Sodalithe, aus Magmen mittleren bis niedrigen SiO2-Gehalts und erscheinen hier neben weiteren Foiden.
Fundorte sind unter anderem Laacher See in Deutschland, Bancroft/Ontario und Québec in Kanada, Norwegen, Rumänien, Russische Föderation, sowie Litchfield/Maine in den USA.
Geschichte
Ein früher Strukturvorschlag wurde 1930 von Linus Pauling veröffentlicht, wobei er die Raumgruppe P 63/mmc vorschlug. Die japanischen Forscher Kozu und Takane beschrieben die Struktur in der Raumgruppe P 63 und berichteten erstmals über ein eindimensionales Kanalsystem parallel zur kristallographischen c-Achse. Ihr Strukturvorschlag wies allerdings unrealistische Si-Si- und Si-Al-Abstände auf. Jarchow gelang 1962 die endgültige Strukturbestimmung in der Raumgruppe P 63.
Verwendung
In der Wissenschaft dienen synthetische Cancrinite, deren Zusammensetzung oft von der des Minerals abweichen, als Modellsystem für Zeolithe.
Der Epsilonkäfig des Cancrinits ist ein struktureller Baustein des Zeoliths L.
Siehe auch
Systematik der Minerale, Liste der Minerale, Portal:Geowissenschaften
Literatur
*J. Rösler:??Lehrbuch der Minerologie??,Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie, ISBN 3-342-00288-3
*W. Maresch, O. Medenbach:??Gesteine??, Mosaik Verlag, ISBN 3-576-03413-7
*Edition Dörfler: Mineralien Enzyklopädie, Nebel Verlag, ISBN 3-89555-076-0
Weblinks
• (Wiki)
*[http://www.wissen-im-netz.info/mineral/lex/abc/c/cancrini.htm Mineralien-Lexikon - Cancrinit
• Webmineral - Cancrinite (engl.)
• MinDat - Cancrinite (engl.)

