Canal de la Meuse
thumb|right|350px|Die_kanalisierte_Maas_durchfließt_die_Stadt_VerdunDer Canal de la Meuse (deutsch: Maas-Kanal) ist ein französischer Schifffahrtskanal, der* im Département Meuse, Region Lorraine und
* im Département Ardennes, Region Champagne-Ardenne verläuft.
Der Kanal wird von der kanalisierten Meuse (deutsch: Maas) gebildet.
Geographie
Der Canal de la Meuse ist Teil eines Binnenwasserweges, der Belgien und das Gebiet der Ardennen unter Einbeziehung weiterer Schifffahrtswege mit bedeutenden Handelszentrem verbindet, und zwar
* mit dem Großraum Paris
** über Canal des Ardennes, Canal latéral à l'Aisne, Aisne und Oise
* mit dem Rhein
** über den Canal de la Marne au Rhin
* mit dem Mittelmeer
** über Canal de la Marne au Rhin, Mosel, Canal des Vosges, Saône und Rhône.
Verlauf
Der Kanal beginnt an der französisch-belgischen Grenze bei Givet, in den Ardennen, und endet bei Troussey, wo er Anschluss an den Canal de la Marne au Rhin (deutsch: Rhein-Marne-Kanal) hat. In Belgien führt die Belgische Maas den Schifffahrtsweg Richtung Norden weiter. Im Ort Pont-à-Bar, nahe von Sedan, zweigt der Canal des Ardennes ab, der Richtung Paris weiterführt.
Der Canal de la Meuse ist 272 km lang und verfügt über 59 Schleusen, die einen Höhenunterschied von fast 150 m bewältigen. Nördlich von Verdun haben die Schleusen eine Abmessung von 48,30 m Länge und 5,70 m Breite, südlich davon beträgt die Abmessung nur mehr 38,50 m Länge und 5,20 m Breite. Daher kann die komplette Strecke nur von Pénichen im Freycinet-Maß oder Sportbooten benutzt werden.
Details über den Verlauf können dem Anhang_(Schleusenfolge) entnommen werden.
Geschichte
Schon im 17. Jahrhundert stellte der berühmte Festungsbauer Vauban ein Projekt vor, welches die Flüsse Ostfrankreichs mit dem Süden verbinden sollte. Der Canal de la Meuse verdankt seine Entstehung der Niederlage der Franzosen im Deutsch-Französischen_Krieg von 1870 bis 1871. Er wurde in den Jahren 1874 bis 1882 erbaut, um im Westen der besetzten Gebiete eine Nord-Süd-Verbindung auf dem Wasser für die Industriegebiete um Nancy und Toul zu schaffen. 1884 wurde der Kanal für die Schifffahrt freigegeben.
Bis zum Jahre 2003 wurde der Kanal mit dem Namen Canal de l'Est (branche Nord) bezeichnet, danach wurde er in Canal de la Meuse umbenannt.
Wirtschaftliche Bedeutung
Die Frachtschifffahrt hat nach und nach ihre Bedeutung verloren. Der Wassertourismus mit Sport- und Hausbooten ist jedoch im Ansteigen begriffen.
Wichtige Städte und Orte am Kanal
Givet
Charleville-Mézières
Revin
Sedan
Stenay
Verdun
Saint-Mihiel
Commercy
Troussey
Weblinks
• Tourismus am Kanal
Anhang: Schleusenfolge am Canal de la Meuse
Im Folgenden wird der Verlauf des Kanals über seine Schleusen dargestellt, beginnend an seinem nördlichen Ende. Dabei wird der Name der Schleuse angegeben, gefolgt von der Anzahl der Staustufen bei dieser Schleuse und der zu überwindenden Höhe (positiv=aufwärts, negativ=abwärts). Es folgt die Lage der Schleuse in Bezug auf den Kilometerpunkt des Wasserweges. Andere Besonderheiten sind farblich gekennzeichnet und mit einer Anmerkung versehen.

