Kanadische Streitkräfte
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!colspan="2" | Militärische Stärke nach Personen
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| Wehrfähigkeitsalter
| 16 Jahre[https://www.cia.gov/cia/publications/factbook/geos/ca.html#Military CIA World Factbook], Militärsektion aus dem Artikel zu den Kanada. Funddatum: 24. Februar 2007.
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| Für den Wehrdienst verfügbare Personen:
(Männer im Alter von 15?49):
| 16.251.449 (2006; Schätzung)CIA World Factbook"/>
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| Personen, die jährlich das Wehrfähigkeitsalter erreichen (Männer im Alter von 15?49):
| 213.312 (2006; Schätzung)Verteidigungsausgaben
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| Budget in kan._Dollar
(Fiskaljahr 2006)
/'> 13,2 Milliarden. (BSP
(Fiskaljahr 2003/04):
| 1,1 % (128. Platz im Jahre 2003)
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Die kanadischen Streitkräfte (engl. Canadian Forces (CF), frz. Forces canadiennes ) sind die verbundenen Streitkräfte Kanadas und die ihnen angeschlossenen Organisationen und Strukturen. Diese sind das Canadian Forces Land Force Command (Heer), Canadian Forces Maritime Command (Marine) und das Canadian Forces Air Command (Luftwaffe).
Geschichte
Ursprung
In der Kolonialzeit dienten kanadische Truppen in den britischen Streitkräften oder in örtlichen Milizen. Trotz der Manifestierung des kanadischen dominions im Jahre 1867 unterstanden die kanadischen Truppen bis um die Jahrhundertwende des 20. Jahrhunderts der britischen_Krone. Kanadische Milizen verteidigten ihre Heimat im amerikanischen_Unabhängigkeitskrieg, im Britisch-Amerikanischen_Krieg und während der Fenier-Überfälle. Ein kanadisches Expeditionskorps unterstützte die britische Krone im Burenkrieg.
Die Gründung der kanadischen Streitkräfte selbst geht auf das Jahr 1812 zurück, als eine solche Organisation als Unterstützung zur Abwehr der amerikanischen Invasoren benötigt wurde. Die Royal Canadian Navy wurde 1910, die Royal Canadian Air Force im Jahre 1924 gegründet.
Ihre Identität beziehen kanadische Soldaten, Seeleute und Piloten durch ihre nicht unwesentlichen Beiträge zu den beiden Weltkriegen und dem Koreakrieg.
Einsätze
thumb|right|200px|Kanadische_Soldaten_im_Einsatz_bei_Vaucelles,_Frankreich_(Juni_1944)
thumb|right|200px|Gedenken_an_die_gefallenden_Kanadischen_Soldaten_der_Schlacht_um_thumb|right|200px|Die_größte_Schlacht_der_Kanadier_im_II_WK_bei_der_Einheiten haben im Britisch-Amerikanischen_Krieg, im Burenkrieg, im Ersten und im Zweiten Weltkrieg, im Koreakrieg und im Zweiten_Golfkrieg_(1990/91) gedient, und Beiträge zu Friedensmissionen, schwelenden Konflikten und nichterklärten_Kriegen wie z. B. der Sueskrise, dem Zypernkonflikt, im jugoslawischen_Bürgerkrieg oder im ?Kampf_gegen_den_internationalen_Terrorismus? (Afghanistan-Krieg) geleistet. Kanada ist Mitglied der NATO und Vertragsnehmer von NORAD, dem nordamerikanischen Luftraumverteidigungsbündnis.
Als besonders traditionsstiftend werden aus Sicht des kanadischen Militärs vor allem die Schlacht von Vimy (Erster Weltkrieg) und im Zweiten Weltkrieg die Operation Jubilee, die Schlacht von Ortona, die Landung_in_der_Normandie, die Schlacht an der Scheldemündung, die Luftschlacht um England und die Atlantikschlacht gesehen.
Zum Ende des Zweiten Weltkrieges hin hatten kanadischen Truppen ganz Norwegen sowie das gesamte niederländische Territorium nördlich des Rhein und des Flusses Lek befreit. Sie verließen diese Gebiete nach Wiederherstellung der öffentlichen_Ordnung innerhalb weniger Monate.
Seit 1947 waren die kanadischen Streitkräfte an 73 Operationen weltweit beteiligt. 2002 waren insgesamt 3000 kanadische Truppen für 11 Auslandseinsätze abgestellt, wie z. B. die SFOR.
Auch in der Heimat sind kanadische reguläre und Reserveeinheiten aktiv: Allein im Jahre 2001 gingen sie 8000 Suchmeldungen nach, bei denen sie mehr als 4500 Leben retteten. Auch auf diese Art von Einsätzen gründet sich die große Beliebtheit des kanadischen Militärs. Von den Canadian Rangers werden regelmäßig sogenannte Souveränitäts-Patrouillen durchgeführt, um Kanadas Hoheitsansprüche auf seine arktischen Gebiete zu untermauern.
Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg
Kanada hat im Zweiten Weltkrieg die größte Berufsarmee aller Zeiten eingesetzt ? die Wehrpflicht wurde erst kurz vor Kriegsende eingeführt, somit konnten nur 2.400 Wehrpflichtige noch bis zum Kriegsende eingesetzt werden. Auch nach dieser Zeit blieben die Verteidigungsausgaben und die Streitkräftegröße Kanadas auf annähernd gleichem Niveau, wurden jedoch ab Anfang der 1960er zurückgefahren, als die Bedrohung Kanadas durch die Nationen des Warschauer Pakts stetig schwand. Während der 1990er wurde dieser Trend aufgrund des Falls der Berliner Mauer und dem damit verbundene Verschwinden des Eisernen Vorhanges fortgesetzt, was zu Budget- und Personalkürzungen, Standortschließungen, aber auch zu einer Reduktion der kanadischen Kampfkraft führte (anders als z. B. in den USA, bei denen ähnliche Umschichtungen nicht automatisch zu einer geschwächten Kampfkraft führten). Kanada unterhielt ab Ende des Zweiten Weltkrieges bis in die 1990er hinein, zahlenmäßig nicht geringe Luft- und Landstreitkräfte in Deutschland. Diese beiden letzten großen Stützpunkte befanden sich in Lahr/Schwarzwald/Ortenaukreis - CFB Lahr ? geschlossen am 31. August 1994 ? und CFB Baden-Soellingen in Rheinmünster-Söllingen/Ldkr.Rastatt ? geschlossen am 31. Dezember 1993 ? beide in Baden-Württemberg, in der Nähe der französischen Grenze. Verblieben sind auf deutschem Boden diverse kleinere Einheiten, welche u.a. in der mulinationalen NATO-Einheit in Geilenkirchen-Teveren bei Aachen, dem NATO Airborne Early Warning & Control Force E-3A Component im Dienst stehen, bzw. dieser fliegenden Gruppe Unterstützung leisten.
Umstrukturierung
Anders als die Streitkräfte der engsten Verbündeten, wie z. B. Großbritannien, die USA, Australien oder Neuseeland, sind die kanadischen Streitkräfte eine verbundene Organisation mit einer einheitlichen Kommandostruktur. Das Weißpapier zur Verteidigungspolitik im März 1964 sah eine Restrukturierung der Streitkräfte als weiterhin getrennte Organisationen nicht vor und präferierte sie eher als ?Vereinigung von Einsätzen, Personal, Versorgung und Logistik sowie der Verwaltung?.
Am 1. Februar 1968 trat das Gesetz Bill C-243, The Canadian Forces Reorganization Act in Kraft, und es wurden
zunächst die Royal Canadian Navy und die Royal Canadian Air Force in den Canadian Forces vereinigt. Während vorgegeben wurde, vor allem Kosten sparen zu wollen, kam der Vorwurf an den Premierminister Paul Hellyer und an seinen Verteidigungsminister auf, sie würden dem kanadischen Postmodernismus der Nachkriegszeit hinterherrennen und ihnen lästige monarchistische Traditionen abschütteln wollen. Aber auch rein fachlich wurde die Reorganisation kritisiert, wie z. B. von J. L. Granatstein, einem bekannten kanadischen Militärhistoriker, in Who Killed The Canadian Military?(zu dt. ungefähr: Wer hat das kanadische Militär unfähig gemacht?)
|thumb|225px|Fahne_der_verbundenen_kanadischen_Streitkräfte,_mit_der_Landesflagge_und_dem_Wappen
Während die kanadischen Streitkräfte eine Streitmacht sind, so werden ihre Angehörigen den drei ?Umgebungen? Land, Luft oder See zugerechnet. Diese Einteilung wird von der Laufbahn der dienenden Individuen bestimmt ? ein Pilot wird den Luftstreitkräften zugeordnet. Nicht umgebungsspezifische Soldaten wie Militärpolizisten oder Sanitäter werden zufällig zugeteilt. In ihrer ?Umgebung? verbleiben sie allerdings bis zum Ende ihrer Laufbahn, unabhängig von Einheit oder Dienstgrad.
Auftrag
Primärer Auftrag der kanadischen Streitkräfte ist der Schutz der kanadischen Souveränität und der Bürger Kanadas. Darüber hinaus arbeitet Kanada eng mit den Vereinigten_Staaten und ihren Streitkräften zusammen, um Nordamerika zu beschützen, z. B im Rahmen des gemeinsamen nordamerikanischen_Luftraumverteidigungskommandos. Des Weiteren soll das kanadische Militär durch die Teilnahme an multinationalen Friedensmissionen Frieden und Sicherheit auf dem gesamten Erdball herstellen und sichern[http://www.forces.gc.ca/site/about/index_e.asp Abschnitt What We Do im Einführungs-FAQ des kanadischen Verteidigungsministeriums. Eingesehen am 24. Februar 2007].
Organisation
Die kanadischen Streitkräfte in ihrer jetzigen Form entstanden am 1. Februar 1968, als die kanadische Regierung die bisherigen Teilstreitkräfte Royal Canadian Army, die Royal Canadian Navy und die Royal Canadian Air Force organisatorisch zusammengeführt hat. Somit stellt Kanada eine der wenigen Nationen dar, die ihre Streitkräfte so eng zusammengefasst hat. Der ursprüngliche Ansatz, sogar eine einheitliche Uniform einzuführen, hat sich jedoch nicht bewährt und wurde inzwischen revidiert.
Kanada ist Mitglied der NATO seit ihrer Gründung im Jahre 1949. Die kanadischen Streitkräfte sind eng in deren Strukturen integriert und ständige Teilnehmer an ihren Übungen, und auch in gemeinsamen Verbänden präsent. Ebenso unterstützt Kanada die UNO bei ihren humanitären_Einsätzen und bei ihren Friedensmissionen.
Befehlskette
Der Oberbefehlshaber der kanadischen Streitkräfte ist Königin Elisabeth_II., Königin nach dem Recht Kanadas, vertreten durch die Generalgouverneurin von Kanada Michaëlle Jean. Der militärische Führer ist der Chief of the Defence Staff General Rick Hillier. Für die Verteidigungspolitik ist im Kabinett der Verteidigungsminister Gordon O'Connor zuständig. Das Hauptquartier der kanadischen Streitkräfte befindet sich in der Hauptstadt Kanadas, in Ottawa, Ontario.
Ausrüstung
Heer
*114 Leopard 1-Panzer
*300 Schützenpanzer
*über 1000 Truppentransporter:
Marine
*4 U-Boote
*4 Zerstörer
*12 Fregatten
*12 Coastal Defence Vessels
*2 Logistikschiffe
Luftstreitkräfte
*98 CF-18_Hornet
*32 CC-130_Hercules
*6 CC-115 Buffalo
*4 CC-138 Twin Otter
*6 CC-144 Challenger
*5 CC-150 Polaris
*18 CP-140 Aurora
*3 CP-140A Arcturus
*27 CH-124_Sea_King
*85 CH-146 Griffon
*15 CH-149 Cormorant
Verweise
Quellenangaben
Interne Verweise
• der Streitkräfte der Welt]
• Feldpost]
Weblinks
• Homepage der Canadian Forces (engl.)• Internetportal des Verteidigungsministeriums zur kanadischen Militärgeschichte (wahlweise englisch- oder französischsprachig)
• Militärjournal des Verteidigungsministeriums (wahlweise englisch- oder französischsprachig)
• Portal der Canadian Broadcasting Corporation zum kanadischen Militär.
• DerKanadier.de
• ehemaliger Standort Rheinmünster-Söllingen

