Rossameisen
Rossameisen (Camponotus) sind eine Gattung der Ameisen (Formicidae) aus der Unterfamilie der Schuppenameisen (Formicinae). Sie werden auch als Holzameisen bezeichnet. Ihr gehören weltweit über 900 Arten an.
Merkmale
Die Schwarze Rossameise (Camponotus herculeanus) und die Braunschwarze Rossameise (Camponotus ligniperda) sind die größten mitteleuropäischen Ameisen. Sie sind bis 16 Millimeter lang. Die Stöpselkopfameise (Camponotus truncatus) weist als einzige in Deutschland heimische Art einen Kastendimorphismus auf. Die in Südostasien beheimatete Camponotus gigas gehört zu den größten Ameisen der Welt.
Lebensweise
Die Drohnen und Jungköniginnen der europäischen Arten überwintern zweimal im Mutternest; einmal als Larve einmal als Imago. Erst im dritten Jahr verlassen sie die Kolonie. Auffallend ist, dass sich Drohnen oft an der Trophallaxis und Brutpflege beteiligen.
Obwohl auch als Holzameisen bezeichnet, sind nicht alle heimischen Camponotus Arten arboricol (baumbewohnend).
Systematik
In Europa sind etwa 90 Arten und Unterarten vertreten. Folgende Arten sind in Mitteleuropa heimisch (Auswahl):
Braunschwarze Rossameise (Camponotus ligniperda)
Haarige Holzameise (Camponotus vagus)
Hohlrückige Holzameise (Camponotus lateralis)
Kerblippige Rossameise (Camponotus fallax)
Schwarze Rossameise (Camponotus herculeanus)
Stöpselkopfameise (Camponotus truncatus)
* Camponotus aethiops
* Camponotus piceusWeitere nicht-europäische Arten (Auswahl):
* Camponotus gigas

