CAM-Rip
Ein CAM-Rip ist ein mit Videokamera von der Leinwand abgefilmter und im Internet oder auf dem Schwarzmarkt verbreiteter Kinofilm. Von allen Arten des Rippens ist die Qualität in der Regel die schlechteste (wobei Handyrips noch schlechter sind, aber selten auftauchen), reicht jedoch meist aus, um zu beurteilen, ob sich ein späterer Kinobesuch, erneuter Download oder DVD-Kauf lohnt. Von allen Verbreitungsarten sind CAM-Rips in der Regel am schnellsten, oft sogar vor dem Kinostart verfügbar. Die Filmindustrie zeigt sich äußerst verärgert über CAM-Rips, da durch diese illegalen Filmkopien teils beträchtliche Einbußen entstehen.Typische Qualitätsmängel bei Cam-Rips sind:
* über- oder unterbelichtetes Bild,
* zu niedriger oder zu hoher Kontrast,
* Farbstich,
* unscharfes Bild,
* verwackelte Szenen,
* Bild hängt schief im Rahmen,
* Teile des Bildes fehlen (meist die Seitenränder, wenn der Film mit einer 4:3 Kamera aufgenommen wird),
* blinkendes Bild, da die Kamera nicht synchron zum Film läuft, sowie
* zeitliches Verschmieren (d.h. mehrere Bilder sind zugleich sichtbar),
* Köpfe anderer Zuschauer im Bild,
* mit aufgenommene Reaktionen anderer Zuschauer auf den Film (Gelächter, Applaus),
* schlechte Tonqualität (Frequenzverteilung, Hall und Störgeräusche).
Einige der Mängel könnten nachträglich durch Software ausgeglichen werden. So bietet z.B. das mit MPlayer mitgelieferte Programm
mencoder eine Option, mit welcher schief aufgenommene Bilder entzerrt werden können.Verschiedene Gruppen im Internet betreiben untereinander Wettbewerbe, wer einen Film am schnellsten anbietet.
Das Cam-Rippen urheberrechtlich geschützter Werke ist nur mit Genehmigung des Rechteinhabers zulässig und verstößt außerdem meist gegen die Hausordnung der Kinos, welche das Abfilmen verbietet.
Die qualitativ nächsthöhere Stufe zum CAM-Rip ist der Telesync.

