Rufzeichen
Ein Rufzeichen (engl. callsign) dient nach den Regelungen der Internationalen_Fernmeldeunion (Kürzel ITU; englisch International Telecommunication Union) zur Identifikation einer Funkstation. In den Funkdiensten, in denen ein Rufzeichen verwendet wird, muss die Rufzeichennennung gemäß dem Internationalen_Fernmeldevertrag im internationalen Funkverkehr nach dem ICAO-Alphabet erfolgen.
Allgemeines
Ein Rufzeichen besteht aus einer Folge von Buchstaben und Ziffern, die nach bestimmten Schemata gebildet werden. Die ersten Zeichen dienen zur Kennzeichnung der Nationalität der Funkstation. Diese Präfixe werden von der ITU festgelegt und in einem oder mehreren Blöcken den Staaten zugeteilt. Sie bestehen üblicherweise aus zwei Zeichen, von denen mindestens einer ein Buchstabe ist. Von einigen größeren Ländern werden Präfixe aus nur einem Zeichen benutzt, und in Ausnahmefällen werden drei Zeichen verwendet.
Außerdem gelten für die Verwendung in Peilsendern (für Fuchsjagd oder Amateur Radio Direction Finding) die Rufzeichen MO, MOE, MOH, MOI, MOS und MO5 jedem Funkamateur als zugeteilt.
Zu fast allen oben aufgeführten Präfixen werden auch Rufzeichen mit einstelligem Suffix als Klubstationsrufzeichen ausgegeben. Genauere Informationen zur Rufzeichenvergabe findet man in der [http://www.bundesnetzagentur.de/media/archive/2124.pdf Mitteilung 151/2005] der Bundesnetzagentur.
Die persönlichen Daten von Funkamateuren weltweit (soweit sie die Daten zur Veröffentlichung bereitgestellt haben) können durch Eingabe des Rufzeichens auch im Internet z. B. auf der Seite http://www.qrz.com abgefragt werden. Adressen deutscher Funkamateure können seit Juni 2006 über ein Abfrageportal der Bundesnetzagentur unter http://ans.bundesnetzagentur.de/Amateurfunk/Rufzeichen.aspx abgefragt werden.
Amateurfunkrufzeichen in Österreich
Ein Rufzeichen baut sich in Österreich wie folgt auf: Es beginnt immer mit dem Präfix OE. Danach folgt eine Zahl und ein Suffix, das aus zwei oder drei Buchstaben besteht. Die Zahl zeigt an, wo sich die Station befindet. Jedes Bundesland hat seine eigene Nummer. Die Nummern sind wie folgt verteilt:
Die Ausnahme bildet die Zahl 0. Sie wird für österreichische Stationen in internationalen Gewässern, für Luftfahrzeuge und Clubstationen verwendet. Weiters werden besondere Präfixe vergeben wie z. B. OE50 für das 50-Jahre-Jubiläum des OEVSV oder OE75 für 75 Jahre Amateurfunk in Österreich. Diese Sonderpräfixe können beantragt werden.
Das Suffix besteht aus zwei oder drei Buchstaben und wird in Österreich normalerweise nur einmal vergeben. Somit ist es möglich, das Suffix in ein anderes Bundesland mitzunehmen. Das heißt also, wenn z. B. der Wiener OE1ABC nach Kärnten zieht, dann muss er nur den Präfix auf OE8 ändern lassen. Die zweistelligen Suffixe sind mittlerweile sehr selten geworden. Sie wurden nämlich vor nur von 1954 bis 1964 vergeben.
Wenn man sich in Österreich weniger als drei Monate an einem anderen Ort oder mit einem Mobilfunkgerät unterwegs ist, dann fügt man an das Rufzeichen einen Schrägstrich und die Nummer des Bundeslandes an, wo man sich gerade befindet. Das heißt also, wenn z. B. unser OE1ABC auf Sommerfrische an den DFS
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| START oder SCHULE|| Ausbildung von Luftfahrern
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| INFO || Flugplatzinformationsdienst durch Luftaufsichtspersonal oder Flugleiter
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| VORFELD || Bewegungslenkung auf dem Vorfeld
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| SEGELFLUG || USA). 1974, als Richard Nixon zurücktrat, startete er mit dem Rufzeichen Air Force One in Andrews. In dem Moment, als Gerald Ford seinen Amtseid ablegte und damit Nixon nicht mehr Präsident war, wurde das Rufzeichen in SAM 26000 geändert. SAM bedeutet Special Air Mission.
Als Werder Bremen 2004 nach dem Sieg über den FC Bayern München deutscher Fußballmeister wurde, wurde beim Rückflug von München nach Bremen ihrem Flugzeug das Rufzeichen Champ-One' von der Flugsicherung zugeteilt.
Funkrufzeichen in der Seefahrt
In der Seefahrt wird zwischen Landfunkstellen und Seefunkstellen unterschieden.
Als Landfunkstellen werden in der Regel feste Funkstellen bezeichnet, z. B. Küstenfunkstellen, Verkehrszentralen, Hafenämter u. a.
Eine Seefunkstelle ist jedes Schiff, das mit einer Funkanlage ausgerüstet ist.
Rufzeichen von Landfunkstellen
Landfunkstellen werden über den Namen der Funkstelle gerufen. Der Name setzt sich zusammen aus der Ortsbezeichnung und dem nachgestellten Wort ?Radio? oder z. B. ?Schleuse?.
Rufzeichen von Seefunkstellen
Jede Seefunkstelle hat ein eindeutiges Rufzeichen, das sich aus mehreren Buchstaben oder einer Kombination von Buchstaben und Zahlen zusammensetzt. Ein Rufzeichen identifiziert eine Seefunkstelle eindeutig, d. h. jedes Rufzeichen ist nur einmal vergeben. Das Rufzeichen wird auch als Unterscheidungssignal bezeichnet.
Maritime Funkstellen (Wasserfahrzeuge) können darüberhinaus auch über ihren Namen gerufen werden.
Weblinks
• Tabelle der Zuordnung der Rufzeichenblöcke zu den Staaten bei der ITU
• Artikel 19 der Radio Regulations'' der ITU über die Identifizierung von Funkstationen
• Amateurfunkrufzeichen identifizieren - DXCC Länderliste

