Calixthe Beyala
Calixthe Beyala (1961 in Douala) ist eine kamerunische Schriftstellerin.Lebenslauf
Beyala wurde als sechstes von zwölf Kindern geboren. Sie verbrachte ihre Kindheit getrennt von ihren Eltern und wuchs in sehr armen Verhältnissen auf. Sie beschreibt sich selbst als eher einzelgängerischen Charakter. Nach dem Schulbesuch in Douala und Bangui verließ sie das Land mit 17 Jahren und kam nach Frankreich, wo sie heiratete, ihr Abitur machte, und ein Literaturwissenschaften- und BWL-Studium abschloss. Nachdem sie in Málaga und Korsika lebte und durch Europa und Afrika reiste, ließ sie sich in Paris mit ihren zwei Kindern nieder.
Sie spricht ihre Muttersprache Etonisch, Französisch und einige afrikanische Sprachen.
Themen
Calixthe Beyala ist trotz vieler Preise und Auszeichnungen nicht unumstritten. Es gab immer wieder Plagiatvorwürfe, sie wurde bezichtigt pornographisch zu schreiben, Männerhass zu propagieren und sich ihrer afrikanischen Wurzeln entfremdet zu haben. Diese Vorwürfe stammten insbesondere von männlichen afrikanischen Kritikern. Dies mag unter anderem an der Wahl ihrer Themen liegen, denn ihr inhaltlicher Schwerpunkt liegt bei Tabuthemen wie der Unterdrückung von Frauen in einer von Männern beherrschten Welt, die alltägliche, von Männern verübte, Gewalt gegen Frauen, die Ausbeutung von Frauen und Kindern durch Prostitution, die Praxis der weiblichen_Beschneidung und die soziale Pflicht der Frau, Kinder zu gebären.
In den späteren Romanen hinterfragt sie Themen wie die Mutterschaft, das Eltern-Kind-Verhältnis und die Werte, die traditionell der Familie zugesprochen werden. Weiterhin geht es um die weibliche Sexualität, lesbische Beziehungen, und für die Notwendigkeit einer interkulturellen weiblichen Gemeinschaft wird plädiert, beispielsweise in ihrem Essay ?Lettre d?une Africaine à ses s?urs occidentales? (Brief einer Afrikanerin an ihre westlichen Schwestern). In ihren weiteren Romanen, die zum Teil in dem Pariser Vorort Belleville spielen, wird das Thema Migration von Afrika nach Europa aufgegriffen, andere Romane hingegen bleiben ganz in Afrika. Egal vor welchem Hintergrund, das Thema Leid und Emanzipation der Frau in einer patriarchalischen Gesellschaft spielt eine wichtige Rolle. Meist sind die Handlungsträger Frauen, die sich mit diesen Themen auseinandersetzen müssen.
Werke
*C'est le soleil qui m'a brûlée. Paris: Stock, 1987. Roman. (dt. 1989 ?Wen die Sonne liebt, den tötet sie?).
*Tu t'appelleras Tanga. Paris: Stock, 1988. Roman.
*Seul le diable le savait. Paris: Le Pré aux Clercs, 1990. Roman.
*Le Petit prince de Belleville. Paris: Albin Michel, 1992. Roman. (dt. 1995 ?Der kleine Prinz aus der Vorstadt?).
*Maman a un amant. Paris: Albin Michel, 1993. Roman.
*Assèze l'Africaine. Paris: Albin Michel, 1994. Roman. (dt. 1996 ?Nahes, fernes Afrika?).
*Lettre d'une Africaine à ses s?urs occidentales. Paris: Spengler, 1995. Essay.
*Les Honneurs perdus. Paris: Albin Michel, 1996. Roman.
*La petite fille du réverbère. Paris: Albin Michel, 1998. Roman.
*Amours sauvages. Paris: Albin Michel, 1999. Roman. (dt. ?Wilde Liebschaften?).
*Lettre d'une Afro-française à ses compatriotes. (Vous avez dit racistes?). Paris: Mango, 2000. Essay.
*Comment cuisiner son mari à l'africaine. Paris: Albin Michel, 2000. Roman.
*Les arbres en parlent encore. Paris: Albin Michel, 2002 Roman.
*Femme nue femme noire. Paris: Albin Michel, 2003. Roman.
*La Plantation. Paris: Albin Michel, 2005. Roman.
*L'homme qui m'offrait le ciel. Paris: Albin Michel, 2007. Roman.
Weblinks
*
• Seite der Autorin auf frz.
• Werkübersicht/Kurzbiographie frz./eng.
• Calixthe Beyala in: The Literary Encyclopedia eng.

