Chlorkalk
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Chlorkalk (auch: Bleichkalk) ist chemisch gesehen Calciumhypochlorit, die Zusammensetzung lautet daher CaCl(OCl). Herstellungsbedingt enthält er noch Anteile von Calciumhydroxid. Es wurde als erstes von 1798 von Charles Tennant hergestellt.
Eigenschaften
Chlorkalk ist ein weißes, nach Chlor riechendes, wenig wasserlösliches Pulver. Chlorkalk entwickelt mit Säuren, sogar der Kohlensäure der Luft, Chlor; beim Stehen und mit manchen Metalloxiden wird (besonders bei Lichteinwirkung) Sauerstoff frei gesetzt.
Herstellung
Die Gewinnung von Chlorkalk erfolgt durch Einwirken von Chlorgas auf gelöschten Kalk (Calciumhydroxid) in der Kälte:
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Verwendung
Medizin
Chlorkalk wurde zuerst durch den Mediziner Ignaz Semmelweis erfolgreich als Desinfektionsmittel eingesetzt; dadurch konnte die Sterblichkeit von Wöchnerinnen erheblich gesenkt werden. Allerdings greift Chlorkalk nicht nur Bakterien und Viren sondern auch die Haut an. Daher ist die Verträglichkeit nicht sehr gut und die Bereitschaft zur regelmäßigen Anwendung gering. Besser akzeptiert sind heute Händedesinfektionsmittel auf Alkoholbasis. Ferner wird es auch zur Dekontamination von diversen Kampfstoffen (Sarin, Senfgas ..) und als Algizid (Algenbekämpfungsmittel) eingesetzt.
Technische Verwendung
In der Technik wird der Chlorkalk als Bleichmittel für Zellstoff, Papier und Textilien verwendet, wobei er aber aus Umweltschutzgründen durch andere chlorfreie Bleichverfahren verdrängt wird.
Chemische Industrie
Calciumhypochlorid wird auch zur Herstellung von Chloroform, Schellack und bei der Cobaltgewinnung zur Trennung anderen Metallen verwendet.
Sicherheitshinweise
Calciumhypochlorid ist giftig (LD50 oral Ratte: 850 mg/kghttp://www-organik.chemie.uni-wuerzburg.de/misc/betr_ein/uw-c462.html) und sollte kühl und trocken gelagert werden, da es zur Zersetzung unter Selbsterhitzung neigt.

