Calanda (Berg)
hohen mesozoischen Sedimenten, nämlich aus Malm- und Kreidekalk bestehen. Am Südhang des Felsberger Calanda wurden im 19. Jahrhundert kleine Mengen von Gold gewonnen.
Der Name Calanda leitet sich vom lateinischen calare her, das herablassen bedeutet. Calanda ist also ?der Herablassende?, was auf die zahlreichen Rüfen und Rutschungen bis auf die Talsohle des Rheintals hinunter schon in früheren Zeiten hinweist. Auch in neuerer Zeit ereignen sich immer wieder Felsstürze, derjenige von 1843 bedrohte das Dorf Felsberg und führte dazu, dass die Siedlung Neudorf weiter vom Hangfuss entfernt angelegt wurde. Die letzten grösseren Felsstürze fanden 2001 und 2002 statt.
Ende des 20. Jahrhunderts geriet das Calanda-Massiv heftig in die regionale Diskussion im Zusammenhang mit dem Umweltschutz, weil geplant wurde, dass in unterirdischen Kavernen Erdöl-Lagerstätten für Krisenzeiten eingerichtet werden sollten. Gefährdet fühlten sich Menschen bis weit in den süddeutschen Raum hinein, da der nahe am Fuss des Massivs vorbeifliessende Alpenrhein in den Bodensee mündet, der wiederum als wertvoller Trinkwasserspeicher gilt und mittels Pipeline zur Sicherung der Wasserversorgung von Stuttgart beiträgt. Von porösem Stein und Erdbebengefahr in der Region war die Rede. Die Planer halten das Vorhaben dagegen für weitgehend sicher, nicht zuletzt wegen der immensen Stärke der Felswände. Deutliche Sicherheitsvorteile gegenüber konventionellen Tanklagern sind schon konzeptbedingt gegeben.
Weblinks
• Calanda Tourenberichte und Fotos

