Cagnulari
Die Cagnulari ist eine rote Rebsorte, die insbesondere auf der italienischen Insel Sardinien verbreitet ist. Der Ampelograph Bruni vermutet, dass die Sorte während der spanischen Besetzung der Insel von dort importiert wurde. Im Weinbaugebiet Rioja ist sie unter dem Namen Graciano bekannt.Früher angenommene Verbindungen zur Rebsorte Mourvèdre haben sich als Irrtum herausgestellt. Heute vermutet man, daß die Cagnulari-Rebe eine Mutation der Bovale_Grande handelt. Eine gentechnische Überprüfung dieser These steht jedoch noch aus (Stand 2005).
In Sardinien ist ihr Anbau in den Provinzen Cagliari, Oristano und Sassari zugelassen. Ihre Weine finden Eingang in den DOC-Weinen von Alghero. In Spanien ist sie in den D.O. Weinen von Gran_Canaria, Monte Lentiscar, Navarra, Ribera del Guadiana, Rioja, Somontano, Valle de Güimar, Valle de la Orotava und Ycodén-Daute-Isora zugelassen.
In Sardinien liegt der Bestand bei ca. 240 Hektar, im Rioja bei ca 160 Hektar.
Die spätreifende Sorte wird meist im Verschnitt mit anderen Sorten verwendet. Mittlerweile versteht man es jedoch auch gute reinsortige Weine zu erzeugen.
Siehe auch die Artikel Weinbau in Italien, Weinbau in Spanien und die Liste der Rebsorten.
Synonyme: Bastardo Nero, Bordelais, Cagliunari, Cagniulari, Cagnolari Nero, Cagnolale, Cagnonale, Cagnovali, Cagnulari Bastardo, Cagnulari Sardo, Caldareddhu, Caldareddu, Caldaredou, Caldarello, Cargo, Cargo Muol, Couthurier, Graciano, Graciano Tinto, Gros Negrette, Minustello, Morrastel, Negrete Tinto, Parraleta, Tinta do Padre Antonio, Tinta Miuda, Tintilla, Tintilla de Rota, Xerez und Zinzillosa.
Literatur
* Pierre Galet: Dictionnaire encyclopédique des Cépages, Verlag Hachette Livres, 1. Auflage 2000. ISBN 2-01-23633-18

