Cadmiumselenid
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| MAK = aufgehoben, da cancerogen
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Cadmiumselenid, CdSe, ist das Halbleiter, genauer gesagt ein II-VI-Verbindungshalbleiter. Aufgrund der Giftigkeit der Verbindung findet es als Halbleitermaterial in der Elektronik kaum Verwendung. Cadmiumselenid ist für Infrarot-Licht transparent, weshalb es gelegentlich als Fenstermaterial in IR-Anwendungen benutzt wird.
In der aktuellen Forschung sind Nanopartikel aus Cadmiumselenid im Fokus vieler Forschungsgruppen. Insbesondere die über die Partikelgröße einstellbare Fluoreszenzfarbe lassen Cadmiumselenid-Nanopartikel als Quantenpunkte (quantum dots) für eine Reihe von Applikationen, wie beispielsweise als Biomarker in in vitro-Anwendungen oder als Lichtumwandler in Solarzellen[http://www.sciencenews.org/articles/20060603/bob8.asp Quantum Dots in Solar Cells, In:Science News, 169(22)/2006, S. 344.], recht vielversprechend aussehen.
Anwendungen
Cadmiumrot wird trotz erheblicher toxikologischer und ökologischer Bedenken nach wie vor in Künstlerfarben verwendet. Reines Cadmiumrot hat wegen seiner braun-schwarzen Farbe keine maltechnische Bedeutung. In der Praxis vermischt man es mit Cadmiumgelb. Mit steigendem Selen-Anteil verändert das Pigment seine Farbe von Orange über Rot zu Dunkelrot.[http://kremer-pigmente.de/cadmiumfarben.htm Kremer Pigmente] Fabrikatorisch wurde es erstmals 1910 hergestellt und konnte den nicht ganz so beständigen Zinnober, also Quecksilbersulfid, ersetzen, den es an Farbreinheit übertrifft.
Obwohl Cadmiumpigmente aus vielen Gegenständen des täglichen Lebens verbannt beziehungsweise ihre Verwendung verboten wurden, wie beispielsweise in Autolacken und Kunststoffteilen, wird es neben der bereits angesprochenen Nutzung in Künstlerfarben gelegentlich immer noch als Farbpigment, beispielsweise als Pigment für Tätowierungen[http://www.hautstadt.de/hs/pages/infozentrum_haut/wissenswertes/tattoos.php Pigmente für Tattoos], verwendet. Im Juni 1991 wurde die EG-Richtlinie 91/338/EWG verabschiedet, die ein Cadmiumverbot für Stabilisatoren, Pigmente und galvanische Beschichtungen für bestimmte Anwendungen vorsieht.
Siehe auch
Cadmiumsulfid
Cadmiumtellurid
Zinkselenid

