Cadillac Eldorado
Der Cadillac Eldorado ist ein Automodell von Cadillac. Der Eldorado wurde von 1953 bis 2003 hergestellt.
Der Eldorado mit Hinterradantrieb
thumb|Cadillac_Eldorado_Brougham,_1958
1953 lancierte Cadillac (als käuflichen Dream-Car, parallel zum Buick Skylark und zum Oldsmobile Starfire) den ersten Eldorado, eine Sonderausführung des Cadillac DeVille-Cabriolets, zum damals astronomischen Preis von 7750 Dollar (knapp 3000 Dollar mehr, als für das DeVille-Cabriolet zu zahlen war). Neben einer umfassenden Serienausstattung, einer luxuriöseren Innenausstattung und einem stärkeren Motor besaß dieses Modell eine geänderte Linienführung mit einer Fensterlinie, die im Bereich der Türen leicht abfiel. Ab 1954 entsprach die Karosserie des Eldorado jeweils dem DeVille Convertible, abgesehen von zusätzlichem oder geändertem Chromschmuck. Zugleich wurde der exorbitante Preis deutlich gesenkt, wodurch der Absatz von einigen Hundert auf etwa 2000-3000 Stück pro Jahr anstieg. Dem Cabriolet, das ab diesem Zeitpunkt den Namen Cadillac Eldorado Biarritz erhielt, wurde von 1956 bis 1960 eine Coupé-Variante namens Cadillac Eldorado Seville beigesellt. Beim Cadillac Eldorado Brougham handelte es sich um ein 1957-1960 produziertes
viertüriges Superluxus-Modell, das ab 1959 bei Pinin Farina in Turin gefertigt wurde und sich mit hinten angeschlagenen Fondtüren und weiteren Änderungen an der Karosserie von den gewöhnlichen Cadillac-Limousinen unterschied. Mit einem Preis von 13.074 Dollar handelte es sich um das mit Abstand teuerste amerikanische Auto seiner Zeit. Es entstanden nur etwa 900 Exemplare.
Bis 1966 spielte der Eldorado seine Rolle als Luxusausführung des Cadillac-Cabriolets.
Der Eldorado mit Frontantrieb
1966 präsentierte Cadillac das neue Eldorado-Coupé, das sich mit seinem Frontantrieb als Verwandter des im Vorjahr vorgestellten Oldsmobile Toronado erwies. Das Modell blieb in fünf Generationen bis 2003 im Cadillac-Programm.
Erste Generation (Modelljahre 1967-1970)
Das knapp viersitzige Frontantriebs-Coupé zeichnete sich durch eine überaus sauber gezeichnete, von General Motors-Designchef Bill Mitchell entworfene Karosserie mit scharfen Ecken und Kanten aus und wurde umgehend zum Verkaufserfolg. Typisch für die ersten drei Modelljahre waren neben einer mit ?Mittelknick? versehenen Heckscheibe die hinter beweglichen Blenden versteckten Scheinwerfer (sogenannte Schlafaugen), welche die Front noch bulliger wirken ließen, als sie ohnehin schon war. 1970 erhielt der Eldorado ein Facelift; die exponierten Scheinwerfer flankierten jetzt einen stärker abgesetzten Kühlergrill. Dem Antrieb dient zunächst ein hauseigener 7,7-Liter-V8, später der berühmte 8,2-Liter, auf lange Zeit der hubraumstärkste PKW-Serienmotor der Welt und anfangs 400 Brutto-SAE-PS stark.
Zweite Generation (Modelljahre 1971-1978)
Für das Modelljahr 1971 führte Cadillac die zweite Eldorado-Generation ein, die mit der bauchigen Form und den Abdeckungen an den hinteren Radläufen äußerst massiv wirkte. Erstmals gab es den Frontantriebs-Eldorado nicht nur als Coupé, sondern auch als Cabriolet. Den Antrieb besorgte weiterhin der 8,2-Liter-V8. Im Rahmen der jährlichen Facelifts erhielt der Wagen 1975 rechteckige Scheinwerfer, 1975 entfielen die hinteren Radabdeckungen. Unter großem Tamtam lief im Sommer 1976 das letzte Eldorado-Cabrio und damit das letzte verbliebene US-Cabriolet überhaupt vom Band. Um über den Verlust des Cabrios hinwegzutrösten, belebte Cadillac im Laufe des Modelljahres 1976 die Traditionsbezeichnung Biarritz wieder; diesmal bezeichnete sie eine ultraluxuriöse Ausführung des Coupés. Bis in das Modelljahr 1978 hinein bediente sich der Eldorado weiterhin des 8,2-Liter-Motors, dessen Leistung sich mittlerweile auf 135 kW (180 Netto-SAE-PS) mit Vierfachvergaser bzw. 146 kW (195 Netto-SAE-PS) belief.
Bis und mit dem Baujahr 1973 hatte der Motor noch 365 BHP und 235 NHP, aufgrund der Ölkrise wurde die Leistung danach gedrosselt.
Ab 1975 wurde optional auch eine Einspritzung anstelle des Vierfachvergasers angeboten.
Dritte Generation (Modelljahre 1979-1985)
Ende 1992 erschien der Eldorado der fünften (und vorläufig letzten) Generation als komplett neues Modell, das sich technisch stark an den Cadillac Seville anlehnte und dessen betont kantiger Stil, insbesondere um die C-Säule herum, Erinnerungen an das erste Frontantriebs-Coupé von 1966 erweckte. Befeuert wurde es im ersten Jahr durch den vom unmittelbaren Vorgänger übernommenen 4,9-Liter-V8 (149 kW/203 PS), danach vom neuen Cadillac Northstar-V8 in zwei verschiedenen Leistungsstufen: 201 kW (273 DIN-PS) für das Eldorado-Basismodell, 216 kW (294 PS) für das Eldorado Touring Coupe und das Eldorado Sport Coupe (nur 1993 erhältlich). 1995 erstarkte der Northstar-Motor auf 205 kW (279 PS) bzw. 224 kW (304 PS). Die Verkaufszahlen des Eldorado der fünften Generation schwangen sich im ersten Jahr noch einmal auf über 31.000 Exemplare auf, danach beliefen sie sich auf etwa 15.000 bis 25.000 Stück pro Jahr, Tendenz fallend. Die Produktion endete mit dem Modelljahr 2002.
Bild:Caddy-Eldorado-B1958.jpg|Eldorado Brougham (1958)
Bild:Cadillac_Eldorado_SeVille_1958.JPG|Eldorado Seville (1958)
Bild:Cadillac_Eldorado_1958_1.JPG|Eldorado (1958)
Bild:Cadillac_Eldorado_1958_2.JPG|Eldorado (1958)
Bild:Caddy-Eldorado-B1959.jpg|Eldorado Biarritz (1959)
Bild:Cadillac_Eldorado_1.JPG|Cadillac Eldorado (1959)
Bild:Cadillac_Eldorado_2.JPG|Cadillac Eldorado (1959)
Bild:Cadillac_Eldorado_3.JPG|Cadillac Eldorado (1959)
Quellen
Flammang, James M./Kowalke, Ron: Standard Catalog of American Cars 1976-1999. Krause Publications, Iola 1999. ISBN 0-87341-755-0

