Kabinettformat
Als Kabinettformat besser bekannt als Kabinettkarte (auch Cabinetformat oder kurz cabinet, cabinet card; engl. Cabinet Portrait) bezeichnet man in der Fotografie ein um 1866 aufkommendes Format von Abzügen, das größer war als das zuvor kleinere carte_de_visite der Visitenkartenporträts.Verfahren und Popularität
Als Kabinettformat wurde auch schon seit dem 16. Jahrhundert ein kleinformatiges Porträtbild bezeichnet, mit dem Kabinette ausgeschmückt wurden.
Bei dem fotografischen Kabinettkarte handelte es sich um Albuminpapierabzüge die auf Karton im Format 16,5 × 11,5 cm (4 1/4 × 6 1/2 bis 4 × 5 1/2 Zoll) aufgezogen wurde. Kabinettkarten waren meistens Atelierportraits.
Das fotografische Cabinet-Kartenformat wurde erstmals 1862 von den Fotografen George Wharton Simpson (1825?1880) und George Washington Wilson(1823?1893) für Landschaftsaufnahmen genutzt; es verbreitete sich, aus England kommend und durch die Verwendung durch den Londoner Fotografen Frederick Richard Window, ab 1866 auch für Porträtaufnahmen. Nach und nach verdrängte das Kabinettformat das kleinere Visitformat.
Anfang des 20. Jahrhunderts verlor das Kabinettformat zugunsten der Postkarte jedoch an Popularität und war bis zum Ende des Ersten_Weltkrieges weitgehend vom Markt verschwunden.
Siehe auch
* Aufnahmeformat
Weblinks
* http://www.spartacus.schoolnet.co.uk/DSphotomass4D9.htm - The Cabinet Format

