Paso Peruano
Der Paso Peruano oder Caballo de Paso ist eine Pferderasse aus Südamerika.
Exterieur
Trockener Kopf mit geradem bis konvexen Profil und kleinen Ohren; Genügend langer Hals mit natürlicher Aufrichtung und dichter Mähne; Zierliche, aber kräftige Beine; Tiefer Schweifansatz, lange Behosung und kleine, harte Hufe.
In seiner Heimat Peru wird der Paso Peruano hauptsächlich im Tölt, einem Viertakt, ausgebildet. In Europa ist neben dem Tölt auch der Schritt gefragt, einige Pferde zeigen auch Trab- oder Galoppansätze, die sich häufig weiter ausbilden lassen.
Es gibt grundsätzlich zwei Varianten von Tölt: Paso Llano, ein klarer Viertakt, und Sobreandando, eine zum Pass neigende Variation. In Prüfungen ist nur der vollständig gebrochene Pass (Paso Llano) oder der stark gebrochene Pass (Sobreandando) erwünscht.
Der Paso Peruano zeigt eine "Termino" genannte Besonderheit: Er bewegt die Vorderbeine in einer nach außen schwingenden Bewegung. Dieses führt dazu, dass der Schwung, welcher den Reiter werfen würde, verstrichen wird. Das Pferd lässt seinen Reiter ohne Erschütterung sitzen.
Interieur
Ein Paso Peruano gilt als intelligent, sensibel, feinfühlig, freundlich und stolz. Diese Eigenschaften vereint der Kenner unter dem Wort "Brio". Als besonders wichtig sehen die peruanischen Züchter auch Menschenbezogenheit an.
Zuchtgeschichte
Die Rasse stammt von iberischen Pferden ab, die die spanischen Eroberer im 16. Jahrhundert mit nach Südamerika brachten.
Um 1970 brachten europäische Züchter die Pferde wieder nach Europa. Hauptsächlich findet man die europäischen Paso Peruanos in Deutschland, Österreich, den Benelux-Staaten und der Schweiz.
Seit 1982 existiert eine europäische Paso Peruano Vereinigung. Sie trug bis 2004 den Namen Paso Peruano Vereinung Deutschland (PPV), heute heißt sie Paso Peruano Europa (PPE).
Siehe auch
Liste der Pferderassen
Vorbelastung
Bei Paso Peruanos kann die Krankheit Degenerative Suspensory Ligament Desmitis (DSLD) auftreten.
Weblinks
*http://www.paso-peruano.de

