CADMUS Workstations
Ender der 70er, Anfang der 80er Jahre entwickelte der deutsche Rechnerhersteller PCS Computer Systeme eine Reihe von Mikrocomputersystemen zunächst auf der Basis des LSI11 Boards mit einem Echtzeit-Betriebssystem von Digital Equipment. 1982 entwickelte PCS ein neues System auf Basis eines Motoral 68000 Prozessors. Das System ließ aber noch die Herkunft aus dem Digital-Umfeld erkennen: Q-Bus als Systembus, Terminal-Schnittstelle, Platten- und Magnetband-Interface von Digital usw. Es wurde zunächst als "QU68000" vertrieben, einbaufähig in 19-Zoll Schränke.Die Nachfolgemodelle verwendeten die schnelleren Prozessoren 68020 und 68030 ebenfalls in CISC-Architektur und wurden unter dem Produktnamen CADMUS vermarktet. Unter diesem Namen gründete PCS eine amerikanische Tochterfirma, die aber nach wenigen Jahren wieder vom Markt verschwand.
Als 1985 die ersten RISC-Prozessoren auf den Markt kamen, wurden die CADMUS Workstations auf die MIPS-Architektur umgestellt, die unter anderem auch bei den Silicon Graphics Workstations zum Einsatz kamen. Das Betriebssystem war eine eigene UNIX-Portierung mit dem Namen MUNIX.
Die Rechenleistung solcher RISC-Workstations im Preisbereich von über 20.000 DM lag Mitte der 80er Jahre bei rund 16 MIPS (Millionen Instruktionen pro Sekunde) bei 20 MHz Taktfrequenz und maximal 64MByte Arbeitsspeicher.
Die CADMUS-Workstations wurden bis Mitte der 90er Jahre weltweit vertrieben. Nach mehreren Übernahmen durch große Konzerne wurde PCS durch ein Management-Buyout im Jahre 1996 wieder eigenständig. PCS entwickelt heute Terminals für Zutritt, Zeiterfassung und Betriebsdatenerfassung.
Weblinks
* http://www.pcs.de Heutige Firma PCS

