Byczyna
Byczyna [] (Polen in der Wojewodschaft Oppeln.
Geschichte
Das genaue Entstehungsdatum des Ortes ist nicht bekannt. Aber es gibt Anzeichen, dass eine Siedlung an der Stelle des heutigen Byczyna bereits 1041 vor der Entstehung des polnischen Königreiches bestand.
1167 errichtete Kaiser Friedrich I. Barbarossa zwei schlesische Fürstentümer, Vorläufer von Ober- und Niederschlesien, welche er als Lehn an schlesische Piasten vergab. Vor dem Jahr 1268 erhielt die Siedlung das Stadtrecht. Im 13. Jahrhundert erhielt der Ort eine Stadtmauer, welche bis heute erhalten ist. 1341 bis 1356 gehörte die oberschlesische Stadt den polnischen Piastenherzögen. 1356 fiel sie dann an Böhmen (Teil des Kaiserreiches) und 1526 mit diesem zusammen an die Habsburger. 1588 in der Schlacht bei Pitschen wurde der zum König von Polen gewählte Maximilian III., (Sohn des Kaisers Maximilian II.) von Siegismund von Polen-Litauen geschlagen, welcher ebenfalls König von Polen werden wollte.
Während des 30-jährigen_Krieges wurde der Ort zweimal, 1627 und 1637, zerstört, aber stets wieder aufgebaut. Auch nach einem Großbrand 1655 erfolgte ein erneuter Aufbau von Pitschen.
1742 fiel die Stadt an Preußen und gehörte von 1815 bis 1945 zum Landkreis Kreuzburg O.S.
Trotz der Zerstörungen im vorangegangen Jahrhundert besaß der Ort 1860 2.600 Einwohner, 80 Jahre später 3.000.
Durch die unmittelbare Lage des Ortes an der Grenze war er bereits am 1. Tag des Zweiten_Weltkrieges in den Krieg einbezogen, im Vorfeld war durch SS-Einheiten ein provokatorischer Überfall polnischer Truppen auf das Pitschener Forsthaus vorgetäuscht wordenhttp://www.kkg.musin.de/deutsch/Lehrerheft_Schoellhorn/bgl_gkg/spiess_bgl_gkg.rtf.
Die Rote Armee erreichte Pitschen am 19. Januar 1945.

