Badminton-Verein Tröbitz
Der Badminton-Verein Tröbitz, kurz BV Tröbitz, wurde im Spätsommer 1957 als Sektion der Betriebssportgemeinschaft Aktivist Tröbitz gegründet.Der Verein errang zahlreiche DDR-Meistertitel, unter anderem den ersten Mannschaftsmeistertitel 1960, weitere zehn Teamtitel 1962?1971 in Folge sowie weit über 100 Einzeltitel.
Erfolgreiche Medaillensammler bei den DDR-Meisterschaften waren Monika Cassens (geborene Thiere), Gottfried Seemann, Annemarie Seemann (geborene Fritzsche), Rita Gerschner, Gerolf Seemann, Erich Wilde, Roland_Riese, Klaus Skobowsky, Klaus Katzor, Joachim Schimpke, Frank-Thomas Seyfarth, Jens Scheithauer und Annemarie Richter (geborene Bendig, jetzt Färber).
In der Nachwendezeit bestimmten insbesondere Peggy Richter und Thomas Riese das Tröbitzer Leistungsniveau in den Einzeldisziplinen, während in der Mannschaft die tschechischen Nationalspieler und Weltmeisterschaftsteilnehmer Ludmila Bá?ová und Peter Bá?a für Aufsehen sorgten.
Geschichte
Ende der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts wurden zahlreiche Badmintonvereine in der DDR gegründet. Auch der damalige Werkleiter des Braunkohlenwerks_Tröbitz, Heinz Fritzsche, sah in dieser Zeit erstmals einen Badmintonwettkampf bei den Doberluger Vorreitern der Sportart im Osten Deutschlands.
Wochen später wurde eine leer stehende Maschinenhalle des Braunkohlenwerks mit Sprossenwänden, Matten und Ringen in eine Sporthalle verwandelt. Heinz Fritzsche ließ aus Begeisterung ein Badmintonfeld auf den Boden zeichnen.
1960 errang der BV Tröbitz den Titel ?Erster Deutscher Mannschaftsmeister?, der freilich nur auf die DDR bezogen war. Gottfried ?Friedel? Seemann wurde erster Einzelmeister bei den Herren. Den ersten republikweiten Titel erkämpfte jedoch Christa Pietruschka. Sie gewann die Bestenermittlung bei den Schülern 1959. Von 1962 bis 1970 gewannen die Tröbitzer zehnmal hintereinander die Mannschaftsmeisterschaft. 1964 gewann der Verein ?Aktivist Tröbitz? in der Niederlausitz alle zwölf Titel im Jugend- und Erwachsenenbereich. Neue Gegner mussten gesucht werden - und man fand sie im Ausland. Von nun an maß sich der Verein auch erfolgreich mit den internationalen Spitzen.
Der Badminton wurde jedoch als nichtolympische Disziplin bald aus sportpolitischem Kalkül des Staates weniger gefördert. Für den Verein Tröbitz begann nun eine Zeit des Abstiegs, die erst in den 80er Jahren abriss.
Seit der Wende trägt die Nachwuchsförderung zum zunehmenden Erfolg des Vereins bei. Die Mannschaft der U15 erkämpfte sich im März 2000 bei den Norddeutschen Mannschaftsmeisterschaften in Elsterwerda die Silbermedaillen.
Weblinks
• Vereins-Homepage

