Butzen
Der Ausdruck Butzen bezeichnet* einen Ortsteil der Gemeinde Spreewaldheide im Landkreis Dahme-Spreewald in Brandenburg
* eine Verdickung im Glas, siehe Butzenscheibe
* in der Bergmannssprache eine selbständige Masse eines bestimmten Minerals im Gestein
* (regional) den Rest, der beim Verzehr eines Apfels übrig bleibt
* (regional, unterfränkisch/Glasofen) einen kurzen, kräftigen Regenschauer
* (regional/ostfriesisch) in die Wand eingelassener Schlafplatz, siehe Alkoven (Bettnische)
* umgangssprachlich für Wohnung (Mehrzahl)
Fehldruck durch Fremdkörper auf der Druckform
* Verbindung zwischen Stiel und Fruchtfleisch bei der Weintraube
* Bezeichnung bei den Hutmachern (von Fr. Bourgeons) für kleine Flocken an der Wolle, die beim Krempeln nicht aus einander gezogen worden sind (Oeconomische Encyclopädie (1773 - 1858) von J. G. Krünitz)
* mittelalterlichen Pesthelfer, die vermummt die Pestkranken aus der Stadt geschleppt haben. Heute beziehen sich noch viele Fasnet-, Faschings- und Karnevalzünfte auf diese historische Figur, z.B. die Bisinger Butzen
* (regional) einen schlafenden und ebenfalls schnarchenden Bären
* Den Stanzabfall beim Lochstanzen
* Gesägte runde oder eckige Butzen aus legiertem Aluminium werden als Vormaterial für die Fertigung von verschiedenen technischen Teilen, wie zum Beispiel von Airbag-Expansionsbehältern oder zur Verstärkung von Gewindebohrungen an dünnen Blechen, verwendet. Die Neuman Aluminium-Gruppe ist der größte Butzenhersteller der Welt.

