Busung
in Visby (Gotland)]]Unter einer Busung versteht man in der Architektur eine sphärische Bauchung der Gewölbekappen beim Kreuzgewölbe in Kirchenbauten, wie zum Beispiel beim Domikalgewölbe (überhöhtes Rippengewölbe, also kuppelartig). Mitunter wird es auch als gebustes Gewölbe verstanden. Dabei steigen die Gewölbekappen an und eine Form entsteht, bei dem die Gurt- und Diagonalbogen auf vier Stützen aufruhen und deren Kappen dazwischen eingespannt sind.Seit dem 12. Jahrhundert ist diese Form der mittelalterlichen Architektur überall dort verbreitet, wo über einem quadratischen Grundriss Joche gespannt sind. Erst mit der Einführung des Spitzbogens kann auf die Busung verzichtet werden.
Beispiele
*Katharinenkirche des ehemaligen Augustinerklosters in Aachen
Literatur
*Norbert Nußbaum, Deutsche Kirchenbaukunst der Gotik. Entwicklung und Bauformen, DuMont : Köln 1985, ISBN 3-7701-1415-9
* Gert-Rainer Grube, Aribert Kutschmar, Bauformen von der Romanik bis zur Gegenwart. Ein Bildhandbuch, 4. Auflage von 2004

