Bussigny-près-Lausanne
Bussigny-près-Lausanne ist eine politische Gemeinde im Distrikt Morges des Kantons Waadt in der Schweiz. Bis 1959 trug die Gemeinde den offiziellen Namen Bussigny-sur-Morges.
Geographie
Bussigny-près-Lausanne liegt auf , 7 km nordwestlich der Kantonshauptstadt Villars-Sainte-Croix, Crissier, Ecublens, Echandens, Bremblens, Aclens und Vufflens-la-Ville.
Bevölkerung
Mit 7641 Einwohnern (Ende 2006) gehört Bussigny-près-Lausanne zu den grösseren Gemeinden des Kantons Waadt. Von den Bewohnern sind 84.1 % französischsprachig, 4.5 % italienischsprachig und 3.6 % deutschsprachig (Stand 2000). Die Bevölkerungszahl von Bussigny-près-Lausanne stieg bis 1950 langsam aber kontinuierlich an. Seither setzte eine rasante Bevölkerungszunahme mit fast einer Verfünffachung der Einwohnerzahl innerhalb von 50 Jahren ein. Besonders hohe Zuwachsraten wurden während der 1960er und der 1980er Jahre verzeichnet.
Wirtschaft
Bussigny-près-Lausanne war bis Ende des 19. Jahrhunderts ein vorwiegend durch die A9 (Lausanne-Sion), südöstlich des Ortes die Verzweigung Ecublens der Autobahnen A1 und A1A (westlicher Stadtzubringer von Lausanne).
Am 7. Mai 1855 wurde die Eisenbahnlinie Bussigny-Yverdon, am 1. Juli 1855 der Abschnitt Bussigny-Morges eingeweiht. In Bussigny-près-Lausanne befand sich damals eine Spitzkehre. Heute liegt das Verkehrsdreieck der Bahnlinien Lausanne-Genf, Lausanne-Yverdon und Genf-Morges-Yverdon auf dem Gemeindegebiet.
Geschichte
Auf dem Gemeindegebiet von Bussigny-près-Lausanne wurde eine Bronzehalskette gefunden, die auf die Zeit um 400 vor Christus datiert ist. Auch in der Römerzeit war der Ort vermutlich bewohnt. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte jedoch erst 1358 unter dem Namen Bussignye. Der Ortsname geht auf den gallorömischen Personennamen Bussenius zurück.
Bussigny bildete im Mittelalter zusammen mit dem Weiler Saint-Germain eine Herrschaft, die dem Bischof von Lausanne unterstand. Die Herrschaft setzte sich aus zahlreichen kleinen Lehen zusammen. Mit der Eroberung der Waadt durch Bern im Jahr 1536 kam Bussigny unter die Verwaltung der Vogtei Lausanne. Nach dem Zusammenbruch des Ancien régime gehörte das Dorf von 1798 bis 1803 während der Helvetik zum Kanton Léman, der anschliessend mit der Inkraftsetzung der Mediationsverfassung im Kanton Waadt aufging. 1798 wurde es dem Bezirk Morges zugeteilt. Seit 1849 besitzt Bussigny ein eigenes Gemeindeparlament.
Sehenswürdigkeiten
Die Pfarrkirche Saint-Germain ist seit 1228 bezeugt. Im Jahr 1675 wurde am heutigen Standort die erste Kirche erbaut, die 1856-58 durch einen Neubau ersetzt wurde. Die katholische Kirche Saint-Pierre wurde 1969 errichtet. In der Villa Montolieu wohnte die Schriftstellerin Isabelle de Montolieu. Im kleinen alten Ortskern sind noch charakteristische Bauernhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert erhalten.
Weblinks
• Offizielle Website der Gemeinde Bussigny-près-Lausanne (französisch)
*
• Luftaufnahmen

