Henri Busser
Paul Henri Busser (16. Januar 1872 in Toulouse; ? 30. Dezember 1973 in Paris) war ein französischer Komponist und Musikpädagoge.Busser war in Toulouse Schüler von Aloys Kunc. 1885 trat er in Paris in die Niedermeyer-Schule ein und studierte ab 1889 am Conservatoire bei César Franck und Charles-Marie Widor. Außerdem erhielt er von Ernest Guiraud, Charles Gounod und Jules Massenet Kompositionsunterricht. Er gewann den Prix de Rome. Nach seiner Rückkehr war er Kapellmeister am Théâtre du Château d'eau, an der Opéra-Comique und der Grand Opéra. Seit 1921 leitete er eine Kompositionsklasse am Conservatoire. Als sein wichtigster Schüler gilt Henri Dutilleux.
Busser komponierte mehrere Opern, ein Ballett, Bühnenmusiken, sinfonische Dichtungen, Konzertouvertüren und Orchestersuiten, sechs Messen, mehr als dreißig Motetten, ein Magnificat, Stücke für die Orgel und das Klavier, Chöre und Lieder. Sein an Vorbildern des 19. Jahrhunderts wie Camille Saint-Saens, Gounod und Richard Wagner orientierter Stil galt schon zu Lebzeiten als sehr konservativ.
Werke (Auswahl)
*Daphnis et Chloé, 1897
*Le Miracle de perles, 1898
*Colomba, 1921
*Les Noces corinthiennes, 1922
*La Pie borgne, 1927
*Rhapsodie Arménienne, 1930
*Le Carosse du Saint-Sacrement, 1948
*Roxelane, 1948
*Diafoirus 60, 1963
*La Vénus d'Ille, 1964

